ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2003Fachärztliche Psychotherapie: Annäherung

POLITIK

Fachärztliche Psychotherapie: Annäherung

PP 2, Ausgabe Januar 2003, Seite 16

Rabbata, Samir

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LNSLNS Gemeinsam ist man stärker. Diese Erkenntnis scheint sich allmählich
auch unter einzelnen Facharztgruppen durchzusetzen. Bei der Jahrestagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin Deutschlands (BPM), die zeitgleich mit dem DGPPN-Kongress stattfand, kamen in Berlin erstmals Vertreter der Fachärzte für Psychiatrie, für Nervenheilkunde, für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie für psychotherapeutische Medizin zu einem berufspolitischen Forum zusammen.
Das selbst gesteckte Ziel der vier Arztgruppen: das Profil der fachärztlichen psychotherapeutischen Versorgung nach außen sowohl gegenüber der Politik als auch gegenüber Kollegen und Patienten zu schärfen. Es müsse klar werden, wo Gemeinsamkeiten liegen, aber auch, was die Facharztgruppen anbieten und leisten. Deshalb müssten unter dem gemeinsamen Dach fachärztlicher Psychotherapeuten alle Bereiche als eigenständig erkennbar bleiben, sagte Dr. med. Herbert Menzel, Vorsitzender des BPM.
Es gehe den Facharztgruppen auch um die Darstellung dessen, was sie von anderen Fachärzten, Hausärzten und Psychologischen Psychotherapeuten unterscheide. „Wir sind in der Lage, alle Indikatoren, die eine Psychotherapie veranlassen können, zu erfassen“, betonte Dr. med. Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte. Dazu zählten psychiatrische, psychosomatische, internistische und neurologische Krankheitsbilder sowie Komorbidität. Überschneidungen zwischen den Fächern blieben dabei nicht aus. Bergmann: „Dies macht eine messerscharfe Trennung nicht leicht, zumal unsere Generation noch die gleiche psychotherapeutische Ausbildung genossen hat.“ Für BPM-Chef Menzel steht außer Frage, dass die Besonderheiten der einzelnen Facharztgruppen noch klarer herausgearbeitet werden müssen. Weitere Aufklärung sei nötig. Für die Zukunft zeigte sich Menzel aber zuversichtlich: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Samir Rabbata
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