ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2003Geschlechtsspezifische Unterschiede: Mit Patientinnen wird häufiger geflirtet

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Geschlechtsspezifische Unterschiede: Mit Patientinnen wird häufiger geflirtet

PP 2, Ausgabe Januar 2003, Seite 20

Bühring, Petra

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LNSLNS Vogt et al. befragten in einer empirischen Studie Psychologische Psychotherapeuten der Sektion klinische Psychologie des Berufsverbandes Deutscher Psychologen e.V. zu Körperkontakten und sexuellen Kontakten. Ergebnisse: Frauen werden sowohl von Therapeuten als auch von Therapeutinnen häufiger berührt als Männer. Therapeutinnen geben an, ihre weiblichen Patienten häufiger an Schulter/Arm, Gesicht/Haaren, Knie/Bein zu berühren oder ihnen einen Wangenkuss zu geben als ihre männlichen Patienten. Sie gehen davon aus, dass Berührungen zwischen Frauen keine Signale für Erotik oder Sexualität sind. Bei einem männlichen Gegenüber befürchten sie, dass die Berührungen als implizite sexuelle Angebote verstanden werden könnten.
Therapeuten berühren Patientinnen nicht signifikant häufiger als ihre Patienten. Sie befürchten im Gegensatz zu den Therapeutinnen jedoch nicht, dass die Berührungen von den Frauen missverstanden werden könnten. Sie gehen offenbar davon aus, vermutet Vogt, dass ihr Verhalten als „schützend, scherzhaft oder unschuldig-zärtlich“ angesehen wird. Therapeuten geben weiter an, häufiger mit ihren Patientinnen als mit Klienten zu flirten, sie mit den Augen auszuziehen oder ihnen sexuelle Komplimente zu machen. pb
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