ArchivDeutsches Ärzteblatt42/1996Fischöl zur Morbus-Crohn-Prophylaxe

MEDIZIN: Referiert

Fischöl zur Morbus-Crohn-Prophylaxe

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LNSLNS Während noch vor 15 Jahren eine Dauertherapie bei Morbus Crohn aufgrund einer großen amerikanischen Studie abgelehnt wurde, liegen zwischenzeitlich umfangreiche Daten vor, die zeigen, daß mit 5-ASA, niedrig dosierten, schlecht resorbierbaren Kortikosteroiden und Immunosuppressiva Rezidive verhindert oder hinausgeschoben werden können.
Die Autoren berichten über eine plazebokontrollierte Doppelblindstudie, bei der 78 Patienten mit Morbus Crohn neun Kapseln Fischöl (2,7 g n-3-Fettsäuren) oder Plazebo erhielten. Unter der Fettsäuretherapie lag die Rezidivrate bei 28 Prozent, in der Plazebogruppe bei 69 Prozent. Fischöl hat antiinflammatorische Eigenschaften. Unangenehmer Geschmack und Nebenwirkungen wie Flatulenz, Sodbrennen, Mundgeruch, Aufstoßen und Diarrhö lassen Zweifel aufkommen, ob die dünndarmlöslichen Kapseln der angebotenen Fischölpräparate vom Patienten akzeptiert werden. w


Beluzzi A, Brignola C, Campieri M, Pera A, Boschi S, Mignoli M: Effect of an enteric-coated fish-oil preparation on relapses in Crohn’s Disease. N Engl J Med 1996; 334: 1557–1560
Institute of Clinical Medicine and Gastroenterology, Department of Clinical Pharmacology, University of Bologna,
Via Vizzani, 36, 40138 Bologna, Italien

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