ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2003Bekanntmachungen: Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundes­ärzte­kammer

Bekanntmachungen: Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten

PP 2, Ausgabe Januar 2003, Seite 44

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LNSLNS 2., überarbeitete Auflage 2001 – Revision 2002 –

Vorwort
Nach Erscheinen der 2. Auflage dieser Leitlinien und deren englischer Übersetzung Anfang 2002 wurde im Oktober 2002 die Revision 2002 in das Internet eingestellt (http://www.baek.de). Sie steht dort wie bisher allen Ärzten und anderen Interessenten kostenlos zur Verfügung. Auf einen Neudruck dieser Leitlinien konnte verzichtet werden, da sich die wenigen Änderungen auf unumgänglich notwendige Anpassungen an den Stand von Wissenschaft und Technik in den Kapiteln
1, 4, 6, 7, 11 und 12 beschränken. Nicht mehr zugelassene oder nicht mehr hergestellte Präparate (nicht leukozytendepletierte Erythrozytenkonzentrate – Kapitel 1; porcines Faktor-VIII-Konzentrat – Kapitel 7; Rubella-Hyperimmunglobulin – Kapitel 11) wurden aus den Texten entfernt. Nach Kapitel 6 wurde ein Kapitel 6A über das nun in hochgereinigter Form vorliegende Protein C und seine Indikationen eingefügt (H. Trobisch, H. Rott). Das Kapitel 13 – unerwünschte Wirkungen von Blutprodukten – ist redaktionell überarbeitet worden, ohne inhaltliche Änderungen vorzunehmen (G. Bein, U. Sachs).
Die nächste Revision dieser Leitlinien soll 2003 erscheinen. Die Mitglieder des Arbeitskreises nehmen Kritik und Änderungsvorschläge jederzeit gerne entgegen.

Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe
Präsident der Bundes­ärzte­kammer
und des Deutschen Ärztetages

Prof. Dr. med. Helmuth Deicher
Vorsitzender der Arbeitsgruppe des
Wissenschaftlichen Beirates


Neuformulierungen und Ergänzungen
Änderungen gegenüber der 2. Auflage der Leitlinien zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten (Broschüre Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2001) sind mit Unterstreichung beziehungsweise durchgestrichen markiert.
Kapitel 1 – Erythrozytenkonzentrate
Nach der Anordnung des Paul-Ehrlich-Instituts zur Leukozytendepletion von Erythrozytenkonzentraten sind buffy coat-freie EK in Additivlösung ab 01. 10. 2001 nicht mehr verkehrsfähig. Alle Ausführungen zu diesem Präparat mussten daher aus Kapitel 1 entfernt werden.
1.5.1.2. Akuter Blutverlust
Bei akutem Blutverlust, zum Beispiel während Operationen, hat die Aufrechterhaltung des Sollblutvolumens erste Priorität (s. Kap. 5, 5.6.1.). Ein akuter Blutverlust von 30 Prozent des Blutvolumens lässt sich in aller Regel durch alleinige Volumengabe voll kompensieren (7, 11, 14, 22, 24, 26).
Auch bei größeren Blutverlusten mit einem Absinken des Hämatokrits unter 30 Prozent ist eine restriktive Indikationsstellung für die Gabe von EK am Platze. Patienten mit normaler Herz-Kreislauf-Funktion tolerieren i. A. einen isovolämischen Abfall des Hämatokrits bis 20 Prozent (Hämoglobinwert 7,0 bis 6,0 g/dl = 4,3 bis 3,7 mmol/l) ohne Zeichen
einer hypoxischen Schädigung des Herzens oder anderer Organe (Gehirn, Niere, Leber). Bei Kranken mit bekannten Organschäden, insbesondere des Herzens (zum Beispiel Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris), ist bei diesen Hämatokritwerten die Indikation zur Erythrozytentransfusion aufgrund einer individuellen Risikoabschätzung zu stellen (1, 7, 8, 11, 14).
Ein Abfall des Hämatokrits auf 15 Prozent (Hämoglobinwert 5,0 bis 4,5 g/dl = 3,1 bis 2,8 mmol/l) wird, insbesondere bei älteren Patienten, von der Mehrzahl der Autoren aufgrund von Einzelbeobachtungen und Analogschlüssen aus Tierversuchen als kritischer Grenzwert der absoluten Indikation zur Substitutionstherapie mit EK angesehen (7, 14, 22).
1.5.3. Auswahl und Dosierung von Erythrozytenkonzentraten
(der erste Absatz wird geändert:)
Eine Voraussetzung für eine risikoarme Übertragung von EK ist deren Auswahl unter Berücksichtigung der blutgruppenserologischen Befunde. Diese umfassen die Bestimmung der AB0-Eigenschaften, des Rhesusfaktors D, den Antikörpersuchtest sowie die serologische Verträglichkeitsprobe (Kreuzprobe). Bei Mädchen sowie gebärfähigen Frauen sollten darüber hinaus die Rhesusformel und Kell berücksichtigt werden. Unmittelbar vor der Transfusion sind vom transfundierenden Arzt oder unter seiner direkten Aufsicht der AB0-Identitätstest (Bedside-Test) am Empfänger vorzunehmen und das Ergebnis schriftlich zu dokumentieren. Der AB0-Identitätstest kann auch zusätzlich bei dem zu transfundierenden EK durchgeführt werden. Gegebenenfalls müssen weitere Blutgruppenmerkmale und Antikörper bestimmt werden (18).
Kapitel 4 –
Gefrorenes Frischplasma
4.5.3. Art der Anwendung
(der erste Absatz wird geändert:)
Vor Anforderung der GFPs aus dem Blutdepot soll vom transfundierenden Arzt die Indikation nochmals überprüft werden. Zudem muss sich der Arzt von der Korrektheit der Begleitpapiere (Dokumentation der Beutel, respektive Chargennummer), von der Identität des Patienten und der Richtigkeit der angegebenen Blutgruppen (AB0-Blutgruppenverträglichkeit nach Schema, siehe 4.5.) überzeugen. Die Blutgruppe des Patienten muss, soweit dies nicht im Rahmen einer parallelen Erythrozytentransfusion erfolgt ist, durch den Identitätstest (AB0-Bedside-Test) bestätigt und dokumentiert werden.
GFP sollte nicht kontinuierlich, sondern rasch in einer Dosierung von jeweils 600 bis 800 ml (zum Beispiel jeweils nach der Gabe von (6–) 8 Erythrozytenkonzentraten oder initial zur Notfallbehandlung) transfundiert werden (16, 18). Dabei muss sorgfältig auf mögliche Zeichen einer Volumenüberlastung geachtet werden. Bei der Übertragung von mehr als 50 ml/Minute kann die Gabe von Calciumpräparaten notwendig werden (Zitratgehalt der Stabilisatorlösungen).
Kapitel 6 –
PPSB, Faktor-VII-Konzentrate
6.1.1. Qualitätskriterien
(die beiden letzten Absätze werden geändert:)
Aktivierte Gerinnungsfaktoren und aktiviertes Protein C oder Plasmin sind in PPSB-Präparaten nur noch in so geringen Mengen enthalten, dass fatale unerwünschte Wirkungen wie disseminierte intravasale Gerinnung, Multiorganversagen und/oder hyperfibrinolytische Blutung auch bei Gabe größerer Mengen (> 20 I.E./kg KG) mit hoher Wahrscheinlichkeit vermieden werden (8, 10, 17, 24, 32).
Bezüglich der Auswahl der Ausgangsplasmen ist neben den serologischen Testungen bei jeder Einzelspende und der Sperrlagerung auch eine NAT/PCR-Testung der Plasmapools auf Hepatitis C (HCV) vorgeschrieben. Die meisten Hersteller führen zusätzlich NAT/PCR-Testungen der Plasmapools auf HBV, HIV, HAV und Parvovirus B 19 durch (32).
6.4.1. Lagerungstemperatur und -zeit
PPSB und Faktor-VII-Konzentrate sind normalerweise bei +2 °C bis +8 °C aufzubewahren. Die gebrauchsfertige Lösung ist sofort zu verbrauchen. Längere Standzeiten der rekonstituierten Lösungen sind aus Gründen der Sterilität und der möglichen Labilität der Gerinnungsfaktoren zu vermeiden. Die Fach- und Gebrauchsinformation der Hersteller ist unbedingt zu beachten.
Kapitel 6A –
Protein C-Konzentrat
(dieses Kapitel wird neu in die Leitlinien aufgenommen)
6A.1. Herstellung
Zusammen mit den übrigen Faktoren des Prothrombinkomplexes wird Protein C aus kryopräzipitatarmen Plasmapools an Ionenaustauscher gebunden. Protein C wird dann aus dem Eluat durch eine Immunaffinitätschromatographie mit murinen monoklonalen Antikörpern sowie weiteren chromatographischen Schritten in hochreiner Form isoliert.
6A.1.1. Qualitätskriterien
Die verwendeten Plasmapools sind mittels NAT/PCR auf HAV, HBV, HCV, HIV und Parvovirus B19 getestet worden. Während des Herstellungsprozesses wird das Produkt darüber hinaus mittels zweier verschiedener Methoden (Behandlung mit Polysorbat 80 und Dampf) virusinaktiviert. Gegen Parvovirus B19 ist das Verfahren zur Abtrennung beziehungsweise Inaktivierung von Viren jedoch nur bedingt wirksam.
6A.2. Wirksame Bestandteile
Das Präparat enthält das nicht aktivierte Protein C sowie Human-Albumin zur Stabilisierung.
6A.3. Physiologische Funktion
Das inhibitorisch wirksame Protein C ist der Präkursor einer Serinprotease – dem aktivierten Protein C (APC) – und gehört zu den Vitamin K-abhängigen, in den Hepatozyten synthetisierten Glykoproteinen (2).
Durch den endothelständigen Thrombomodulin/Thrombin-Komplex wird Protein C zu APC aktiviert. Zusammen mit dem Protein S katalysiert APC die Proteolyse der aktivierten Gerinnungsfaktoren V und VIII. Es schaltet dadurch die nachfolgende Aktivierung des Faktors X sowie des Prothrombins – über die so genannte Prothrombinase – ab. Hierdurch erlischt die Faktor-X-Aktivierung und die Thrombinbildung. Die aktivierte Blutgerinnung kommt zum Stillstand. Mit abnehmender Thrombinkonzentration wird auch der Thrombin-aktivierbare Fibrinolyse-Inhibitor (TAFI) nicht mehr aktiviert, sodass tPA und Plasmin am Fibringerinnsel andocken können. Darüber hinaus inaktiviert APC auch den Plasminogen-Aktivator-Inhibitor 1 (PAI1) und wirkt durch tPA-Freisetzung profibrinolytisch.
Angeborene Protein-C-Mängel können homozygot oder heterozygot vererbt sein. Die Inzidenz des schweren homozygoten oder doppelt heterozygoten Protein-C-Mangels wird mit 1 : 500 000 bis 1 : 750 000 angegeben. Ein heterozygoter Protein-C-Mangel soll in der Bevölke-
rung mit einer Häufigkeit von 1 : 200 bis 1 : 300 vorkommen; die Diagnose ist wegen des Vorkommens erworbener Protein-C-Mängel (siehe unten) und der Breite des Normalbereiches oft schwierig. Bei homozygotem Protein-C-Mangel kann es schon unmittelbar nach der Geburt zu schwersten thrombotischen Entgleisungen – zum Beispiel der Purpura fulminans oder der Thrombose arterieller Gefäße (Niere) – kommen. Sowohl homozygote als heterozygote Merkmalsträger leiden im späteren Leben an rezidivierenden arteriellen und venösen Thrombosen (1,5). Mit Beginn einer Therapie mit oralen Antikoagulanzien aus der Gruppe der Cumarine kann es bei diesen Patienten zu Hautnekrosen infolge lokaler thrombosierender Prozesse der Hautgefäße kommen, hervorgerufen durch eine Hyperkoagulämie, die durch die längeren Halbwertszeiten der gerinnungsfördernden Faktoren gegenüber der sehr kurzen Halbwertszeit des Protein C erzeugt wird (siehe Kapitel 6, 6.3.1.).
Erworbene Mängel an Protein C können durch vermehrten Verbrauch, eingeschränkte Synthese oder beides entstehen.
Ein vermehrter Verbrauch findet sich bei DIC, bei erworbener Purpura fulminans auf dem Boden einer bakteriellen Sepsis oder Varizelleninfektion, bei schwerer Präeklampsie sowie in akuten Phasen von Patienten mit HELLP-Syndrom, SLE, Colitis ulcerosa und bei IgG-Paraproteinämie.
Eine verminderte Synthese wird bei akuten und chronischen Lebererkrankungen, die mit Proteinbiosynthesestörungen in den Hepatozyten einhergehen, unter der Therapie mit oralen Antikoagulanzien, bei Vitamin-K-Mangel, gesunden Neugeborenen sowie unter einer Behandlung mit Asparaginase und Fluorouracil beobachtet.
Die Kombination von vermehrtem Verbrauch und verminderter Synthese findet man beim terminalen Nierenversagen (Inhibitorbildung), bei Hyperhomozysteinämie, in der postoperativen Phase nach Lebertransplantation und bei chronischer Hämodialyse (6).
6A.3.1. Halbwertszeiten
Die Halbwertszeit beträgt 4,4 bis 15,9 Stunden. Bei gesteigertem Verbrauch ist die Halbwertszeit deutlich verkürzt.
6A.4. Lagerung, Haltbarkeit und Packungsgrößen
6A.4.1. Lagertemperatur und -zeit
Protein-C-Konzentrat muss bei 2 bis 8 °C gelagert, darf jedoch nicht eingefroren werden. Lichtschutz ist erforderlich. Die gebrauchsfertige Lösung muss unverzüglich verwendet werden.
6A.4.2. Packungsgrößen
Packungsgrößen mit 500 und 1 000 IE pro Abfüllung sind erhältlich.
6A.5. Anwendungsgebiete, Dosierung, Art der Anwendung
6A.5.1. Anwendungsgebiete
Protein-C-Konzentrat ist derzeit zugelassen und damit indiziert zur Behandlung der Purpura fulminans und bei Cumarin-induzierten Hautnekrosen bei Patienten mit schwerem Protein-C-Mangel (3, 4, 7).
Zur Kurzzeitprophylaxe ist Protein-C-Konzentrat indiziert bei Patienten mit schwerem kongenitalen Protein-C-Mangel, wenn eine oder mehrere folgender Faktoren zutreffen:
– vor Operationen oder invasiven Eingriffen,
– zu Beginn einer Cumarintherapie,
– wenn eine Cumarintherapie allein nicht ausreicht,
– wenn eine Cumarintherapie nicht möglich ist.
Da Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit bisher nur für Patienten mit schwerem kongenitalen Protein-C-Mangel verfügbar sind, darf Protein-C-Konzentrat auch nur für diese Indikationen verwendet werden.
6A.5.2. Dosierung
Die Behandlung mit Protein-C-Konzentrat sollte nur unter der Aufsicht eines klinisch erfahrenen Hämostaseologen oder eines in der Substitutionstherapie mit Blutgerinnungsfaktoren/-inhibitoren erfahrenen Arztes erfolgen. Ein hämostaseologisches Fachlaboratorium für das Therapiemonitoring soll zur Verfügung stehen.
Anfänglich sollen zu Beginn der Therapie eine Aktivität von 100 Prozent Protein C angestrebt und für die Dauer der Behandlung Werte über 25 Prozent beibehalten werden.
Zur Bestimmung der Recovery und der Halbwertszeit wird vom Hersteller eine Initialdosis von 60 bis 80 IE/kg KG angeraten.
Die Dosierung hängt von den Ergebnissen der Protein-C-Aktivitätsbestimmung ab (empfohlen: Bestimmung mit chromogenem Substrat). Im Falle eines akuten thrombotischen Ereignisses muss die Aktivität vor Beginn der Substitution, dann bis zur Stabilisierung des Patienten alle 6 Stunden, danach zweimal täglich unmittelbar vor der nächsten Injektion bestimmt werden; gegebenenfalls muss das Messintervall verkürzt werden, da bei akuten thrombotischen Ereignissen wie Purpura fulminans, akuter Thrombose und Cumarin-induzierter Hautnekrose die Halbwertszeit des Protein C deutlich verkürzt sein kann. Deswegen kann zu Beginn einer Therapie mit Protein-C-Konzentrat die im Patienten wiedergefundene Protein-C-Aktivität deutlich geringer sein als berechnet. Dosiskorrekturen sind dann notwendig.
Nach erfolgter Therapie sind die Patienten – wenn möglich – auf eine Dauerprophylaxe mit oralen Antikoagulanzien umzustellen. Die Substitutionstherapie mit Protein-C-Konzentrat ist so lange weiterzuführen, bis eine stabile Antikoagulation erreicht ist. Die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass die zu wählende Dosis an Cumarinen eher niedriger sein sollte, als sonst standardmäßig verabreicht wird.
6A.5.3. Art der Anwendung
Protein-C-Konzentrat wird nach Auflösen in sterilem Wasser für Injektionszwecke als intravenöse Injektion verwendet. Das Produkt ist unmittelbar nach der Rekonstitution zu verbrauchen. Nicht mit anderen Arzneimitteln mischen!
Protein-C-Konzentrat wird mit einer Injektionsgeschwindigkeit von maximal 2 ml/Minute verabreicht. Bei Kindern mit einem Körpergewicht von < 10 kg sollte die Injektionsgeschwindigkeit nicht mehr als 0,2 ml/kg/Minute betragen.
6A.5.4. Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe des Präparates, gegen Mausprotein oder Heparin.
6A.6. Unerwünschte Wirkungen
siehe Kapitel 13
6A.7. Dokumentation
siehe Kapitel 1, 1.7

Literatur zu Kapitel 6A
1. Branson HE, Marble R, Katz J, Griffin JH: Inherited protein C deficiency and cumarin-responsive chronic relapsing purpura fulminans in a newborn infant. Lancet 1983; 2: 1165–1168.
2. Clouse LH, Comp PC: The regulation of hemostasis: the protein C system. N Engl J Med 1986; 314: 1298–1304.
3. EMEA – The European Agency for the Evaluation of Medicinal Products, CPMP/1382/01, Ausschuss für Arzneimittelspezialitäten, Europäischer öffentlicher Beurteilungsbericht (EPAR): CEPROTIN. (www.emea.eu.int).
4. Escuriola Ettinghausen C, Veldmann A, Beeg Th, Schneider W et al.: Replacement therapy with protein C concentrate in infants and adolescents with meningococcal sepsis and purpura fulminans. Sem in Thrombosis and Hemostasis 1999; 25: 537–541.
5. Griffin JH, Evatt B, Zimmermann TS, Kleiss AJ et al.: Deficiency of protein C in congenital thrombotic disease. J Clin Invest 1981; 68: 1370–1373.
6. Hathaway WE, Goodnight SH: Disorders of hemostasis and thrombosis, New York: McGraw-Hill, Inc. 1993; 338–346.
7. Schramm W, Spannagl M, Bauer KA, Rosenberg RD et al.: Treatment of coumarin-induced skin necrosis with a monoclonal antibody purified protein C concentrate. Arch Dermat 1993; 129: 753–756.


Kapitel 7 –
Faktor-VIII-Konzentrate, Faktor-VIII/von-Willebrand-Faktor-Konzentrate,
Faktor-IX-Konzentrate, aktivierte Prothrombin-Komplex-Konzentrate, rekombinanter Faktor VIIa
7.5.3.3. Indikationen und Dosisempfehlungen für die Behandlung von Patienten mit Hemmkörpern (Inhibitoren) gegen Faktor VIII bei Hämophilie A
(der erste Abschnitt wird geändert:)
Behandlung der akuten Blutung (Kinder und Erwachsene)
Low Responder (< 5 Bethesda-Einheiten, BE, beziehungsweise Möglichkeit des Überspielens mit Faktor-VIII-Konzentrat):
a) Faktor VIII hoch dosiert bis zum Erreichen hämostatisch wirksamer Faktor-VIII-Spiegel,
b) aktivierte Prothrombinkomplexkonzentrate, zum Beispiel FEIBA, Initialdosis: bis 100 E/kg KG, Erhaltungsdosis bis 100 E/kg KG zweimal/Tag, oder: rekombinanter Faktor VIIa, mittlere initiale Dosis 90 µg/kg KG.
High Responder (> 5 BE):
a) aktivierte Prothrombinkomplexkonzentrate, zum Beispiel FEIBA, Initialdosis: bis 100 E/kg KG, Erhaltungsdosis bis 100 E/kg KG zweimal/Tag, oder: Rekombinanter Faktor VIIa, mittlere initiale Dosis 90 µg/kg KG.
b) bei fehlender Wirksamkeit und Überprüfung der cross reactivity porcines Faktor-VIII-Konzentrat (Hyate C) 50 bis 100 E/kg KG zweimal täglich, (Präparat nicht mehr hergestellt.)
b) bei Notfällen und Versagen von a) gegebenenfalls Immunadsorptionsapherese.
Kapitel 11 –
Humane Immunglobuline
In diesem Kapitel wurden einzelne redaktionelle Änderungen vorgenommen und das Präparat Rubella – imIg wegen Einstellung der Produktion gestrichen.
Kapitel 12 –
Autologe Hämotherapie
12.1.1.3. Maschinelle Autotransfusion (MAT)
(der letzte Absatz wird geändert:)
Bei Tumorpatienten wird für die Verwendung von Wundblut zur Retransfusion (MAT) eine Bestrahlung mit 50 Gy empfohlen (13). Die einschlägigen Bestimmungen zum Betreiben einer derartigen Bestrahlungseinrichtung sind zu beachten.
Kapitel 13 –
Unerwünschte Wirkungen
Zu diesem Kapitel wurde eine übersichtlichere Darstellung erarbeitet. Die Häufigkeiten unerwünschter Wirkungen wurden der neuen wissenschaftlichen Literatur entsprechend modifiziert (siehe Tabelle).<BR>
Korrespondenzadresse:
Wissenschaftlicher Beirat der
Bundes­ärzte­kammer
Herbert-Lewin-Straße 1
50931 Köln
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