ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2003Kinderhospiz in Berlin: Bis zuletzt das Leben genießen

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Kinderhospiz in Berlin: Bis zuletzt das Leben genießen

Dtsch Arztebl 2003; 100(3): A-80 / B-74 / C-72

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LNSLNS Das erste Hospiz mit Plätzen für zwölf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Berlin und Brandenburg ist Mitte Dezember im Bezirk Pankow eröffnet worden. Es ist die vierte Einrichtung dieser Art in Deutschland. „Die Kinder sollen ihre letzten Wochen und Monate genießen, denn Sterben ist auch Lebenszeit“, sagte Jürgen Schulz bei der Eröffnung. Dazu sollen ein Bewegungsbad, Spielmöglichkeiten im Garten und die Öffnung des Hauses für Familie und Freunde der Kinder beitragen.
Schulz ist Vorsitzender der Björn Schulz Stiftung und „Vater“ der Berliner Hospizidee. Dafür setzt er sich ein, seit sein Sohn Björn 1982 an Leukämie starb. Er und zahlreiche Helfer sammelten rund 755 000 Euro, um das Hospiz zu verwirklichen. Mit dem Geld wurde nun ein Haus von der Jüdischen Gemeinde Berlin günstig angemietet und umgebaut. Dort wurden jüdische Waisenkinder betreut, bevor die Nazis sie 1942 deportierten.
Die Björn Schulz Stiftung fördert seit längerem Nachsorge- und Rehaeinrichtungen für blut- und krebskranke Kinder, Beratungsstellen und Gesprächskreise. Seit mehreren Jahren unterstützen ihre „Familienbegleiter“ Betroffene im Alltag. Weitere Informationen unter Telefon: 0 30/39 89 98 50.
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