ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2003Labordiagnostik: Schneller ist nicht immer besser

POLITIK: Medizinreport

Labordiagnostik: Schneller ist nicht immer besser

Schlüter, Bernhard; Junker, Ralf

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Vor allem auf Intensivstationen besteht häufig der Wunsch nach einer direkt am Krankenbett durchführbaren Labordiagnostik. Foto: Peter Wirtz
Vor allem auf Intensivstationen besteht häufig der Wunsch nach einer direkt am Krankenbett durchführbaren Labordiagnostik. Foto: Peter Wirtz
Der Zeitgewinn von patientennaher Labordiagnostik im Krankenhaus (Point-of-Care-Testing) geht nicht unbedingt mit medizinischen und ökonomischen Vorteilen einher.

Die Zentralisierung der Labordiagnostik im Krankenhaus hat sich dank der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Analytik und ökonomischer Arbeitsweise bewährt. Die mit der zentralen Leistungserbringung einhergehenden logistischen Abläufe – zum Beispiel Probentransport und Befundübermittlung – führen jedoch dazu, dass in bestimmten Situationen die Wartezeiten auf Ergebnisse der angeforderten Laboruntersuchungen inakzeptabel lang erscheinen. Im Bereich von Intensivstationen, Notfallaufnahme, Operationssälen, Ambulanzen sowie speziellen Funktionsbereichen – zum Beispiel Dialyse, Endoskopie, Kreißsaal und interventionelle Radiologie – besteht daher häufig der Wunsch nach einer direkt am Krankenbett durchführbaren Labordiagnostik (Point-of-Care-Testing/POCT).
Auf der Basis trockenchemischer, immunchromatographischer, elektrochemischer und anderer Messmethoden kann mittlerweile ein breites Parameterspektrum analysiert werden (1). Je nach klinischer Situation und Fragestellung dienen die mithilfe von POCT gemessenen Parameter der Erfassung vitaler Funktionen, der Notfalldiagnostik oder der Optimierung klinischer Arbeitsabläufe (Tabelle 1) (24). POCT wird in diesen Fällen mit dem Anspruch „schneller ist besser“ eingesetzt. Dieser Anspruch wird jedoch nicht immer erfüllt.
Turn-around-time
Der durch zahlreiche kontrollierte Studien belegte Primäreffekt des POCT besteht in der im Vergleich zur zentralen Labordiagnostik deutlichen Verkürzung der Zeitspanne zwischen der Indikationsstellung zur Laboruntersuchung und der Verfügbarkeit des Messresultats (58). Diese „Turn-around-time“ (TAT) beträgt beim POCT häufig zwischen fünf und 15 Minuten und liegt damit weit unter den – selbst bei optimierten Rahmenbedingungen durch Rohrpost, Botendienste oder Online-Befundübermittlung – von einem Zentrallabor erzielbaren Reaktionszeiten (3) (Tabelle 2). Aus dem primären Zeitvorteil des POCT gegenüber der zentralen Labordiagnostik können grundsätzlich zwei positive Sekundäreffekte resultieren: die Verbesserung des medizinischen und des ökonomischen Outcomes (912).
Ein verbessertes medizinisches Outcome im Sinne einer verkürzten Liegezeit des Patienten oder verringerter Morbidität beziehungsweise Letalität ist prinzipiell nur dann zu erwarten, wenn die durch POCT schneller ermittelten Laborwerte ohne Verzögerung zu ärztlichen Entscheidungen führen. Diese Situation ist am ehesten in der Intensivmedizin gegeben, sodass hier der medizinische Nutzen des POCT für Vitalparameter (Blutgase, Säure-Base-Haushalt, Hämoglobin/Hämatokrit, Elektrolyte, Glucose) plausibel erscheint (13). Kontrollierte Studien, die dies überzeugend beweisen, fehlen nicht zuletzt aus ethischen Gründen (9).
Analog wäre ebenso für den Bereich der Notfallaufnahme eine Verbesserung des medizinischen Outcomes zu erwarten. Entsprechende Untersuchungen konnten jedoch keinen signifikanten Vorteil des POCT im Vergleich zur zentralen Labordiagnostik dokumentieren – trotz deutlicher Verkürzung der TAT und der damit möglichen früheren medizinischen Intervention (5, 8, 14).
Hieraus wurde geschlossen, dass die Verfügbarkeit der Laborresultate nicht der geschwindigkeitsbestimmende Schritt im gesamten klinischen Management von Notfallpatienten ist. Insbesondere Wartezeiten auf die übrige Diagnostik (Röntgen, Ultraschall, fachärztliche Konsile) fallen als laborunabhängige Faktoren ins Gewicht, die die Labor-TAT deutlich übertreffen können (14). !
Neben den klassischen Vitalparametern besteht ein wachsender Markt für das POCT von neueren Notfallparametern – wie zum Beispiel Herzmarkern oder D-Dimeren. Für diese Parameter wurde in Studien nachgewiesen, dass sie eine sinnvolle Erweiterung der Labordiagnostik in der klinischen Notfallmedizin darstellen, da sie beim frühzeitigen Nachweis oder Ausschluss akuter Krankheitsbilder (Myokardinfarkt, tiefe Venenthrombose) hilfreich sind (1519). Ob die Bestimmung dieser Parameter mittels POCT der zentralen Labordiagnostik bezüglich des medizinischen Outcomes überlegen ist, wurde bisher noch nicht untersucht.
Demgegenüber wurde der positive Effekt des „bedside-testings“ im Hinblick auf den perioperativen Transfusionsbedarf nachgewiesen. So wurden in mehreren Studien bei herzchirurgischen Patienten durch perioperatives POCT von Gerinnungsparametern das mikrovaskuläre Blutungsrisiko und der perioperative Transfusionsbedarf gesenkt (20, 21, 22, 23).
Organisatorische Aspekte
Beim POCT-Einsatz in Ambulanzen und peripheren Krankenhausstationen, wo vorwiegend Eilfallparameter bestimmt werden, stehen weniger medizinische als organisatorische Aspekte für Patienten und Ärzte im Vordergrund. Da die Messresultate durch POCT unmittelbar erhältlich sind und keine mehrschrittige Befundübermittlung erforderlich ist, können klinische Untersuchungen und Labortests des Patienten in einem Arbeitsgang absolviert werden, sodass das lästige „mental
switching“ zwischen mehreren Behandlungsfällen vermieden wird (24).
Die Akzeptanz medizinischer Einrichtungen durch den Patienten wird darüber hinaus erhöht, wenn ohne lange Wartezeit auf Laborergebnisse Diagnostik und Therapie beziehungsweise Verordnungen Hand in Hand gehen. Bei optimierter Organisation in Ambulanzen könnte außerdem durch POCT die Zahl der pro Zeiteinheit behandelten Patienten erhöht werden (1).
Bei der Beurteilung des ökonomischen Outcomes sind finanzielle und organisatorische Aspekte des POCT zu berücksichtigen (3, 9, 24). Einerseits lassen reduzierte Wartezeiten auf Laborergebnisse und die Möglichkeit, rasche therapeutische Entscheidungen zu treffen, ein finanzielles Einsparpotenzial vermuten, zum Beispiel durch verkürzte Liegezeiten, Verringerung von Morbidität (25) und Transfusionsbedarf (20).
Andererseits werden zur Realisierung des POCT zusätzliche Mess-
Systeme erforderlich; zahlreiche Systeme müssen für verschiedene Stellen innerhalb einer Klinik vorgehalten werden. Darüber hinaus ist die Auslastung der POCT-Systeme zumeist gering. Außerdem sind die Kosten bei Einzeltests deutlich höher als bei Analysen in größeren Serien (27).
Auch das Anforderungsverhalten der Ärzte ist aus ökonomischer Sicht von Bedeutung: Einerseits könnte die schnelle Verfügbarkeit von Laborresultaten durch POCT zu einer gezielteren Indikationsstellung für Folgeuntersuchungen beitragen und damit überflüssige Diagnostik verhindern helfen (28). Andererseits kann die einfache Verfügbarkeit dazu verleiten, engmaschig medizinisch nicht sinnvolle Kontrollen durchzuführen (9).
Analytische Qualität
Die analytische Qualität moderner POCT-Systeme ist für klinische Zwecke im Allgemeinen ausreichend. In der Regel besteht eine akzeptable Korrelation zwischen POCT und etablierten Labormethoden (2934). Die analytische Qualität ist dennoch nicht völlig unkritisch zu sehen. Richtigkeit und Präzision beim POCT sind aus methodischen Gründen (zum Beispiel Anfälligkeit gegenüber Interferenzen, Probenmaterial, Messprinzip) häufig schlechter als bei der zentralen Labordiagnostik (3540). Die auf dem Markt befindlichen POCT-Systeme sind in unterschiedlicher Weise gegenüber Stör- und Einflussfaktoren anfällig (beispielsweise kardiorespiratorischer Status, Hämatokrit, Medikamente), sodass der Einsatz eines bestimmten POCT-Systems die Kenntnis seiner individuellen Limitationen erfordert.
Vergleich mit Zentrallabor
Dies gilt umso mehr, da POCT im Krankenhaus oft für schwer kranke Patienten genutzt wird, bei denen in erhöhtem Maße mit dem Auftreten von Stör- und Einflussfaktoren zu rechnen ist, die die Validität der POCT-Resultate beeinträchtigen können (zum Beispiel bei Glucose-, Hämatokrit- und Gerinnungstests) (4042). Im Falle klinisch inplausibler POCT-Resultate ist daher immer eine Kontrollmessung mit etablierten Methoden des Zentrallabors empfehlenswert.
Generell darf aber die analytische Qualität des POCT nicht losgelöst vom klinischen Kontext betrachtet werden. So besteht in akuten Krankheitssituationen (beispielsweise Kreislaufschock, Herzstillstand) häufig eine extreme Dynamik labordiagnostischer Parameter. Ein durch POCT schnell verfügbares Messergebnis von geringerer, aber klinisch akzeptabler Präzision hat in solchen Fällen größere Relevanz als ein Wert höherer Präzision, der längere Zeit zur Erstellung benötigt (9, 28).
Dementgegen könnte die geringere analytische Qualität von POCT-Methoden im Rahmen anderer klinischer Fragestellungen (Myokardinfarkt-Ausschlussdiagnostik mittels Streifentests von Herzmarkern) bei Messwerten nahe der Entscheidungsgrenze die richtige Bewertung erschweren. Dadurch würden weitere Kontrolluntersuchungen zur Absicherung notwendig, wodurch der eigentliche Zeitvorteil des POCT verloren ginge.
Gerade weil POCT für unmittelbar notwendige diagnostische und therapeutische Entscheidungen eingesetzt wird, sind Qualitätssicherungsmaßnahmen unabdingbar. Methoden der internen und externen Qualitätskontrolle nach den Richtlinien der Bundes­ärzte­kammer müssen daher zur Anwendung kommen (43). Um eine Vergleichbarkeit der Laborresultate unabhängig von der Methodik sicherzustellen, sind die POCT-Methoden außerdem regelmäßig untereinander und mit den Standardmethoden im Zentrallabor abzugleichen (26). Trotz der offensichtlichen Einfachheit der Handhabung moderner POCT-Systeme ist darüber hinaus eine kontinuierliche Anwendungsschulung des klinischen Personals eine wichtige Voraussetzung für eine ausreichende Analysenqualität (9, 28).
Integration im Krankenhaus
Eine generelle Schwierigkeit bei der Integration von POCT im Krankenhaus besteht darin, dass die Bewertung der damit verbundenen Vor- und Nachteile weitgehend von den spezifischen Gegebenheiten der klinischen Umgebung abhängt. Aufgrund der großen Unterschiede bei den medizinischen, räumlichen, technischen, wirtschaftlichen und personellen Rahmenbedingungen zwischen verschiedenen Kliniken können die veröffentlichten Ergebnisse bezüglich medizinischer oder ökonomischer Aspekte des POCT kaum verallgemeinert werden (3, 24).
Vor der Integration von POCT-Systemen im Krankenhaus ist darum in jedem Einzelfall sorgfältig abzuschätzen, ob hierdurch die Patientenversorgung tatsächlich verbessert würde oder ob bei gleich bleibender Qualität der Patientenversorgung ökonomische Vorteile durch POCT zu erzielen sind. Alternativ ist zu prüfen, ob durch die Optimierung baulicher und organisatorischer Voraussetzungen diese Ziele nicht kostengünstiger oder einfacher erreicht werden könnten. Beispielsweise wurde der Einsatz von Rohrpost und vergleichbaren automatischen Transportsystemen als sinnvolle Alternative zu POCT beschrieben, ebenso wie die Vorteile einer optimierten Online-Datenübermittlung von Laborbefunden (9).
Erst sekundär sind weitere Details zu klären, zum Beispiel die Auswahl geeigneter Testsysteme und Verfahren. An allen in diesem Zusammenhang zu treffenden Entscheidungen sollten verantwortliche Mitarbeiter des Zentrallabors, der beteiligten klinischen Abteilungen, des Pflegedienstes, der Medizintechnik und des kaufmännischen Bereichs beteiligt sein (9). Zur Vorgehensweise bei der Einrichtung von POCT liegen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin vor (26).
Schlussfolgerungen
Der Wunsch von Krankenhausärzten verschiedener Disziplinen nach schnellstmöglich zur Verfügung stehenden Laborwerten und die Bereitstellung entsprechender Testsysteme durch die Industrie wird in den nächsten Jahren zu einem fortgesetzten Aufschwung des POCT führen. War diese patientennahe Diagnostik ursprünglich auf die Bestimmung von Vitalparametern in der Intensivmedizin beschränkt, wo sie eine sinnvolle Ergänzung der zentralen Labordiagnostik darstellt, so existieren heute für POCT im Krankenhaus zahlreiche Parameter und klinische Einsatzgebiete.
Der Zeitvorteil des POCT gegenüber der zentralen Labordiagnostik garantiert nicht unbedingt ein verbessertes medizinisches oder ökonomisches Outcome, da häufig laborunabhängige Faktoren im Prozess der ärztlichen Entscheidungsfindung geschwindigkeitsbestimmend sind. Nur im Rahmen eines interdisziplinären, integrativen Konzepts für das klinische Management des Patienten, das den individuellen strukturellen und organisatorischen Gegebenheiten einer Klinik Rechnung trägt, kann der Zeitvorteil des POCT zur Verbesserung des medizinischen und ökonomischen Outcomes effektiv genutzt werden.

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das im Internet unter www.aerzteblatt.de/lit0303 abrufbar ist.

Dr. med. Bernhard Schlüter1
Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Junker2

1 Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin, Universitätsklinikum Münster
2 Laboratoriumsmedizinische Gemeinschaftspraxis Prof. Arndt & Partner, Hamburg
1.
Kost GJ, Ehrmeyer SS, Chernow B et al.: The laboratory-clinical interface: point-of-care testing. Chest 1999; 115: 1140–54.
 2.
Kost GJ, Hague C: The current and future status of critical care testing and patient monitoring. Am J Clin Pathol 1995; 104: 2–17.
 3.
Hicks JM, Haeckel R, Price CP, Lewandrowski K, Wu AH: Recommendations and opinions for the use of point-of-care testing for hospitals and primary care: summary of a 1999 symposium. Clin Chim Acta 2001; 303: 1–17.
 4.
Hudson MP, Christenson RH, Newby LK, Kaplan AL, Ohman EM. Cardiac markers: point of care testing. Clin Chim Acta 1999; 284: 223–37.
 5.
van Heyningen C, Watson ID, Morrice AE: Point-of-care testing outcomes in an emergency department. Clin Chem 1999; 45: 437–8.
 6.
Nichols JH, Kickler TS, Dyer KL et al.: Clinical outcomes of point-of-care testing in the interventional radiology and invasive cardiology setting. Clin Chem 2000; 46: 543–50.
 7.
Kilgore ML, Steindel SJ, Smith JA: Evaluating stat testing options in an academic health center: therapeutic turnaround time and staff satisfaction. Clin Chem 1998; 44: 1597–603.
 8.
Parvin CA, Lo SF, Deuser SM, Weaver LG, Lewis LM, Scott MG: Impact of point-of-care testing on patients' length of stay in a large emergency department. Clin Chem 1996; 42: 711–7.
 9.
Harvey MA: Point-of-care laboratory testing in critical care. Am J Crit Care 1999; 8: 72–83.
10.
Janssen HW, Bookelman H, Dols JL, Gerritzen WE, de Keyzer RH: Point-of-care testing: the views of the working group of the Dutch Association of Clinical Chemistry. Clin Chem Lab Med 1999; 37: 675–80.
11.
Peredy TR, Powers RD: Bedside diagnostic testing of body fluids. Am J Emerg Med 1997; 15: 400–7.
12.
Smith BL, Vender JS: Point-of-care testing. Respir Care Clin N Am 1995; 1: 133–41.
13.
Drenck N: Point of care testing in Critical Care Medicine: the clinician's view. Clin Chim Acta 2001; 307: 3–7.
14.
Kendall J, Reeves B, Clancy M: Point of care testing: randomised controlled trial of clinical outcome. BMJ 1998; 316: 1052–7.
15.
Hamm CW, Goldmann BU, Heeschen C, Kreymann G, Berger J, Meinertz T: Emergency room triage of patients with acute chest pain by means of rapid testing for cardiac troponin T or troponin I. N Engl J Med 1997; 337: 1648–53.
16.
Brogan GXJ, Bock JL: Cardiac marker point-of-care testing in the Emergency Department and Cardiac Care Unit. Clin Chem 1998; 44: 1865–9.
17.
Storrow AB, Gibler WB. The role of cardiac markers in the emergency department. Clin Chim Acta 1999; 284: 187–96.
18.
Michiels JJ, Freyburger G, van der Graaf F, Janssen M, Oortwijn W, van Beek EJ: Strategies for the safe and effective exclusion and diagnosis of deep vein thrombosis by the sequential use of clinical score, D-dimer testing, and compression ultrasonography. Semin Thromb Hemost 2000; 26: 657–67.
19.
Brill-Edwards P, Lee A: D-dimer testing in the diagnosis of acute venous thromboembolism. Thromb Haemost 1999; 82: 688–94.
20.
Despotis GJ, Joist JH, Goodnough LT: Monitoring of hemostasis in cardiac surgical patients: impact of point-of-care testing on blood loss and transfusion outcomes. Clin Chem 1997; 43: 1684–96.
21.
Shore-Lesserson L, Manspeizer HE, DePerio M, Francis S, Vela-Cantos F, Ergin MA: Thromboelastography-guided transfusion algorithm reduces transfusions in complex cardiac surgery. Anesth Analg 1999; 88: 312–9.
22.
Salem M, Chernow B, Burke R, Stacey JA, Slogoff M, Sood S: Bedside diagnostic blood testing. Its accuracy, rapidity, and utility in blood conservation. JAMA 1991; 266: 382–9.
23.
Alex CP, Manto JC, Garland JS: Clinical utility of a bedside blood analyzer for measuring blood chemistry values in neonates. J Perinatol 1998; 18: 45–8.
24.
Keffer JH: Economic considerations of point-of-care testing. Am J Clin Pathol 1995; 104: 107–110.
25.
Castro HJ, Oropello JM, Halpern N: Point-of-care testing in the intensive care unit. The intensive care physician's perspective. Am J Clin Pathol 1995; 104: 95–99.
26.
Briedigkeit L, Müller-Plathe O, Schlebusch H, Ziems J: Patientennahe Laboratoriumsdiagnostik (Point-of-care testing). 1. Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Medizinische Laboratoriumsdiagnostik (AML) zur Einführung und Qualitätssicherung von Verfahren der patientennahen Laboratoriumsdiagnostik (POCT). J Lab Med 1998; 22: 414–20.
27.
Nosanchuk JS, Keefner R: Cost analysis of point-of-care laboratory testing in a community hospital. Am J Clin Pathol 1995; 103: 240–3.
28.
St-Louis P: Status of point-of-care testing: promise, realities, and possibilities. Clin Biochem 2000 Aug ; 33: 427–40.
29.
Kost GJ, Vu HT, Lee JH, et al.: Multicenter study of oxygen-insensitive handheld glucose point-of-care testing in critical care/hospital/ambulatory patients in the United States and Canada. Crit Care Med 1998; 26: 581–90.
30.
Oral Anticoagulation Monitoring Study Group: Point-of-care prothrombin time measurement for professional and patient self-testing use. A multicenter clinical experience. Oral Anticoagulation Monitoring Study Group. Am J Clin Pathol 2001; 115: 288–96.
31.
Zaloga GP, Roberts PR, Black K, Santamauro JT, Klase E, Suleiman M: Hand-held blood gas analyzer is accurate in the critical care setting. Crit Care Med 1996; 24: 957–62.
32.
Jacobs E, Vadasdi E, Sarkozi L, Colman N: Analytical evaluation of i-STAT Portable Clinical Analyzer and use by nonlaboratory health-care professionals. Clin Chem 1993; 39: 1069–74.
33.
Heeschen C, Goldmann BU, Moeller RH, Hamm CW: Analytical performance and clinical application of a new rapid bedside assay for the detection of serum cardiac troponin I. Clin Chem 1998; 44: 1925–30.
34.
Müller-Bardorff M, Sylven C, Rasmanis G et al.: Evaluation of a point-of-care system for quantitative determination of troponin T and myoglobin. Clin Chem Lab Med 2000; 38: 567–74.
35.
 Tang Z, Du X, Louie RF, Kost GJ: Effects of drugs on glucose measurements with handheld glucose meters and a portable glucose analyzer. Am J Clin Pathol 2000; 113: 75–86.
36.
van den Besselaar AM, Meeuwisse-Braun J, Schaefer-van MH, van Rijn C, Witteveen E: A comparison between capillary and venous blood international normalized ratio determinations in a portable prothrombin time device. Blood Coagul Fibrinolysis 2000; 11: 559–62.
37.
Gosselin R, Owings JT, White RH et al.: A comparison of point-of-care instruments designed for monitoring oral anticoagulation with standard laboratory methods. Thromb Haemost 2000; 83: 698–703.
38.
Tang Z, Louie RF, Lee JH, Lee DM, Miller EE, Kost GJ: Oxygen effects on glucose meter measurements with glucose dehydrogenase- and oxidase-based test strips for point-of-care testing. Crit Care Med 2001; 29: 1062–70.
39.
Tang Z, Lee JH, Louie RF, Kost GJ: Effects of different hematocrit levels on glucose measurements with handheld meters for point-of-care testing. Arch Pathol Lab Med 2000; 124: 1135–40.
40.
St-Louis P: Point-of-care blood gas analysers: a performance evaluation. Clin Chim Acta 2001; 307: 139–44.
41.
Atkin SH, Dasmahapatra A, Jaker MA, Chorost MI, Reddy S: Fingerstick glucose determination in shock. Ann Intern Med 1991; 114: 1020–4.
42.
Ruzicka K, Kapiotis S, Quehenberger P et al.: Evaluation of bedside prothrombin time and activated partial thromboplastin time measurement by coagulation analyzer CoaguCheck Plus in various clinical settings. Thromb Res 1997; 87: 431–40.
43.
Bundes­ärzte­kammer: Richtlinie der Bundes­ärzte­kammer zur Qualitätssicherung quantitativer laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen. Dt Ärztebl 2001; 98: A-2747–59 [Heft 42], 2002; 99: A-1187 [Heft 17], 2002; 99: A-2071 [Heft 30].
1. Kost GJ, Ehrmeyer SS, Chernow B et al.: The laboratory-clinical interface: point-of-care testing. Chest 1999; 115: 1140–54.
 2. Kost GJ, Hague C: The current and future status of critical care testing and patient monitoring. Am J Clin Pathol 1995; 104: 2–17.
 3. Hicks JM, Haeckel R, Price CP, Lewandrowski K, Wu AH: Recommendations and opinions for the use of point-of-care testing for hospitals and primary care: summary of a 1999 symposium. Clin Chim Acta 2001; 303: 1–17.
 4. Hudson MP, Christenson RH, Newby LK, Kaplan AL, Ohman EM. Cardiac markers: point of care testing. Clin Chim Acta 1999; 284: 223–37.
 5. van Heyningen C, Watson ID, Morrice AE: Point-of-care testing outcomes in an emergency department. Clin Chem 1999; 45: 437–8.
 6. Nichols JH, Kickler TS, Dyer KL et al.: Clinical outcomes of point-of-care testing in the interventional radiology and invasive cardiology setting. Clin Chem 2000; 46: 543–50.
 7. Kilgore ML, Steindel SJ, Smith JA: Evaluating stat testing options in an academic health center: therapeutic turnaround time and staff satisfaction. Clin Chem 1998; 44: 1597–603.
 8. Parvin CA, Lo SF, Deuser SM, Weaver LG, Lewis LM, Scott MG: Impact of point-of-care testing on patients' length of stay in a large emergency department. Clin Chem 1996; 42: 711–7.
 9. Harvey MA: Point-of-care laboratory testing in critical care. Am J Crit Care 1999; 8: 72–83.
10. Janssen HW, Bookelman H, Dols JL, Gerritzen WE, de Keyzer RH: Point-of-care testing: the views of the working group of the Dutch Association of Clinical Chemistry. Clin Chem Lab Med 1999; 37: 675–80.
11. Peredy TR, Powers RD: Bedside diagnostic testing of body fluids. Am J Emerg Med 1997; 15: 400–7.
12. Smith BL, Vender JS: Point-of-care testing. Respir Care Clin N Am 1995; 1: 133–41.
13. Drenck N: Point of care testing in Critical Care Medicine: the clinician's view. Clin Chim Acta 2001; 307: 3–7.
14. Kendall J, Reeves B, Clancy M: Point of care testing: randomised controlled trial of clinical outcome. BMJ 1998; 316: 1052–7.
15. Hamm CW, Goldmann BU, Heeschen C, Kreymann G, Berger J, Meinertz T: Emergency room triage of patients with acute chest pain by means of rapid testing for cardiac troponin T or troponin I. N Engl J Med 1997; 337: 1648–53.
16. Brogan GXJ, Bock JL: Cardiac marker point-of-care testing in the Emergency Department and Cardiac Care Unit. Clin Chem 1998; 44: 1865–9.
17. Storrow AB, Gibler WB. The role of cardiac markers in the emergency department. Clin Chim Acta 1999; 284: 187–96.
18. Michiels JJ, Freyburger G, van der Graaf F, Janssen M, Oortwijn W, van Beek EJ: Strategies for the safe and effective exclusion and diagnosis of deep vein thrombosis by the sequential use of clinical score, D-dimer testing, and compression ultrasonography. Semin Thromb Hemost 2000; 26: 657–67.
19. Brill-Edwards P, Lee A: D-dimer testing in the diagnosis of acute venous thromboembolism. Thromb Haemost 1999; 82: 688–94.
20. Despotis GJ, Joist JH, Goodnough LT: Monitoring of hemostasis in cardiac surgical patients: impact of point-of-care testing on blood loss and transfusion outcomes. Clin Chem 1997; 43: 1684–96.
21. Shore-Lesserson L, Manspeizer HE, DePerio M, Francis S, Vela-Cantos F, Ergin MA: Thromboelastography-guided transfusion algorithm reduces transfusions in complex cardiac surgery. Anesth Analg 1999; 88: 312–9.
22. Salem M, Chernow B, Burke R, Stacey JA, Slogoff M, Sood S: Bedside diagnostic blood testing. Its accuracy, rapidity, and utility in blood conservation. JAMA 1991; 266: 382–9.
23. Alex CP, Manto JC, Garland JS: Clinical utility of a bedside blood analyzer for measuring blood chemistry values in neonates. J Perinatol 1998; 18: 45–8.
24. Keffer JH: Economic considerations of point-of-care testing. Am J Clin Pathol 1995; 104: 107–110.
25. Castro HJ, Oropello JM, Halpern N: Point-of-care testing in the intensive care unit. The intensive care physician's perspective. Am J Clin Pathol 1995; 104: 95–99.
26. Briedigkeit L, Müller-Plathe O, Schlebusch H, Ziems J: Patientennahe Laboratoriumsdiagnostik (Point-of-care testing). 1. Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Medizinische Laboratoriumsdiagnostik (AML) zur Einführung und Qualitätssicherung von Verfahren der patientennahen Laboratoriumsdiagnostik (POCT). J Lab Med 1998; 22: 414–20.
27. Nosanchuk JS, Keefner R: Cost analysis of point-of-care laboratory testing in a community hospital. Am J Clin Pathol 1995; 103: 240–3.
28. St-Louis P: Status of point-of-care testing: promise, realities, and possibilities. Clin Biochem 2000 Aug ; 33: 427–40.
29. Kost GJ, Vu HT, Lee JH, et al.: Multicenter study of oxygen-insensitive handheld glucose point-of-care testing in critical care/hospital/ambulatory patients in the United States and Canada. Crit Care Med 1998; 26: 581–90.
30. Oral Anticoagulation Monitoring Study Group: Point-of-care prothrombin time measurement for professional and patient self-testing use. A multicenter clinical experience. Oral Anticoagulation Monitoring Study Group. Am J Clin Pathol 2001; 115: 288–96.
31. Zaloga GP, Roberts PR, Black K, Santamauro JT, Klase E, Suleiman M: Hand-held blood gas analyzer is accurate in the critical care setting. Crit Care Med 1996; 24: 957–62.
32. Jacobs E, Vadasdi E, Sarkozi L, Colman N: Analytical evaluation of i-STAT Portable Clinical Analyzer and use by nonlaboratory health-care professionals. Clin Chem 1993; 39: 1069–74.
33. Heeschen C, Goldmann BU, Moeller RH, Hamm CW: Analytical performance and clinical application of a new rapid bedside assay for the detection of serum cardiac troponin I. Clin Chem 1998; 44: 1925–30.
34. Müller-Bardorff M, Sylven C, Rasmanis G et al.: Evaluation of a point-of-care system for quantitative determination of troponin T and myoglobin. Clin Chem Lab Med 2000; 38: 567–74.
35. Tang Z, Du X, Louie RF, Kost GJ: Effects of drugs on glucose measurements with handheld glucose meters and a portable glucose analyzer. Am J Clin Pathol 2000; 113: 75–86.
36. van den Besselaar AM, Meeuwisse-Braun J, Schaefer-van MH, van Rijn C, Witteveen E: A comparison between capillary and venous blood international normalized ratio determinations in a portable prothrombin time device. Blood Coagul Fibrinolysis 2000; 11: 559–62.
37. Gosselin R, Owings JT, White RH et al.: A comparison of point-of-care instruments designed for monitoring oral anticoagulation with standard laboratory methods. Thromb Haemost 2000; 83: 698–703.
38. Tang Z, Louie RF, Lee JH, Lee DM, Miller EE, Kost GJ: Oxygen effects on glucose meter measurements with glucose dehydrogenase- and oxidase-based test strips for point-of-care testing. Crit Care Med 2001; 29: 1062–70.
39. Tang Z, Lee JH, Louie RF, Kost GJ: Effects of different hematocrit levels on glucose measurements with handheld meters for point-of-care testing. Arch Pathol Lab Med 2000; 124: 1135–40.
40. St-Louis P: Point-of-care blood gas analysers: a performance evaluation. Clin Chim Acta 2001; 307: 139–44.
41. Atkin SH, Dasmahapatra A, Jaker MA, Chorost MI, Reddy S: Fingerstick glucose determination in shock. Ann Intern Med 1991; 114: 1020–4.
42. Ruzicka K, Kapiotis S, Quehenberger P et al.: Evaluation of bedside prothrombin time and activated partial thromboplastin time measurement by coagulation analyzer CoaguCheck Plus in various clinical settings. Thromb Res 1997; 87: 431–40.
43. Bundes­ärzte­kammer: Richtlinie der Bundes­ärzte­kammer zur Qualitätssicherung quantitativer laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen. Dt Ärztebl 2001; 98: A-2747–59 [Heft 42], 2002; 99: A-1187 [Heft 17], 2002; 99: A-2071 [Heft 30].

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote