ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2003Sparpaket: Nullrunde akzeptieren – Bedingungen stellen

BRIEFE

Sparpaket: Nullrunde akzeptieren – Bedingungen stellen

Dtsch Arztebl 2003; 100(3): A-114 / B-105 / C-103

Kerler, Fritz

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LNSLNS Das Gezeter unserer Standesfürsten ist auf Gewerkschaftsniveau. Wir Niedergelassenen sollten dem Anspruchsdenken und dem Wohlstands-, Versorgungs-, Auto- und Urlaubsfetischismus entgegenwirken und die Nullrunde akzeptieren – und Bedingungen stellen:
Nullrunde bei KV und Ärztekammern. Die Bezirksstellen werden Beratungsstellen ohne Funktionärsüberbau, die Zahl der Delegierten wird halbiert. Der große Bahnhof der Prüfungs- und Beschwerdeausschüsse wird durch ein Schlichtungs- und Beratungswesen mit Einzelgesprächen ersetzt. Pseudophilosophische Hirtenbriefe voller Selbstbeweihräucherung sind ja ganz lustig, aber entbehrlich. Nullrunde bei Krankenkassen und Pharma-Industrie, wenn nötig, mittels eines Pharma-Budgets. Nullrunde bei allen Politikern, es ist ein unglaublicher Skandal, dass diejenigen, die anderen Nullrunden verordnen, ihre Diäten erhöhen. Nullrunde bei Angehörigen des öffentlichen Dienstes ab der Stufe des Regierungsrats, bei überdurchschnittlichen Pensionen und Renten und bei den weltweit einmalig hohen Lohnnebenkosten, die längst die Lohnhauptkosten geworden sind.
Dr. med. Fritz Kerler, Gernotstraße 17, 90530 Wendelstein-Röthenbach
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