ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2003Die Kunst, ein guter Arzt zu werden
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Lesenswert
Jürgen von Troschke: Die Kunst, ein guter Arzt zu werden. Anregungen zum Nach- und Weiterdenken. Verlag Hans Huber, Bern, Göttingen u. a., 2001, 288 Seiten, 16 Abbildungen, 12 Tabellen, 19,95 €
Gerade in der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion wird zunehmend die Frage nach der Qualifikation der Ärzte gestellt. Zeitschriften publizieren Listen mit den „besten“ Ärzten Deutschlands, Callcenter und Informationsstellen informieren über die Qualität der Ärzte, an die der Patient sich wenden möge. Aber was macht den „guten Arzt“ eigentlich aus?
Das System der gesundheitlichen Versorgung ist in Bewegung. Umso dringlicher ist es, eine Antwort auf die Frage zu finden: „Was erwartet der Patient von einem guten Arzt?“ In der Reihe ähnlicher Publikationen stellt das Buch des Medizinsoziologen Jürgen von Troschke ein lesenswertes Werk dar, beschreibt es nicht nur medizingeschichtlich die Thematik und die Wertgrundlagen ärztlicher Berufsausübung, sondern stellt auch den Arzt im Gefüge des deutschen Gesundheits- und Sozialversicherungssystems dar.
Im Kapitel „Lernen von Vorbildern“ wird auf den Verlust der besonderen Beziehung zwischen dem Lehrenden und Lernenden im heutigen Bildungssystem eingegangen. Medizintypisch sind persönliche Leit- und Vorbilder, die die auf Erfahrung aufbauende „ärztliche Kunst“ durch ihren persönlichen Stil, Umgang mit ihren persönlichen Kenntnissen und Fähigkeiten prägen. Lesenswert ist auch das Kapitel zum Arztbild in den öffentlichen Medien, das Arztbild, das durch bestimmte Arztromane und Arztbiografien geprägt wurde.
Das Buch ist nicht zuletzt wegen der vielen Fallbeispiele eine lesenswerte Lektüre. Franz Stobrawa
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