ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2003Ambulant vor stationär

BÜCHER

Ambulant vor stationär

Dtsch Arztebl 2003; 100(3): A-116 / B-107 / C-104

Schaeffer, Doris; Ewers, Michael

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LNSLNS Ambulante Pflege
Nicht nur Zuarbeit
Doris Schaeffer, Michael Ewers (Hrsg.): Ambulant vor stationär. Perspektiven für eine integrierte ambulante Pflege Schwerkranker. Verlag Hans Huber, Bern, Göttingen u. a., 2002, 415 Seiten, 23 Abbildungen, 11 Tabellen, kartoniert, 34,95 €

Pflege wird immer noch als Zuarbeiterin der Therapie angesehen. Sie kann und muss viel mehr sein. Ihre Gleichwertigkeit muss mehr ins Bewusstsein dringen. Der erste Teil des Buches informiert darüber, wie häusliche Pflege in anderen europäischen Staaten und in den USA organisiert ist. Die Probleme sind überall vergleichbar, Lösungsansätze unterschiedlich. Jedem theoretischen Begriff von Pflegebedürftigkeit liegt eine Auffassung von Pflege zugrunde. Diese variiert erheblich. Auch das Pflegeversicherungsgesetz mit seinen Auswirkungen wird beleuchtet. Im zweiten Teil werden „Ausgewählte Problem- und Innovationsfelder“ besprochen: Patientenerwartungen an die häusliche Pflege, häusliche Palliativversorgung von Kindern, Technikeinsatz und Innovationspotenziale in der häuslichen Pflege, der Übergang des Krankenhauspatienten in die ambulante Pflege sowie präventives Entlassungsmanagement in Dänemark. Dabei werden sehr interessante Ansätze vorgestellt. Eindrucksvoll sind die Ergebnisse eines australischen Forschungsprojektes, bei dem die Pflege die integrierte häusliche Versorgung Schwerkranker organisierte, was zu sehr guten Ergebnissen führte. Eindringlich wird dies vor Augen geführt. Das Buch will Ärzte dazu bewegen, sich integrierend für eine bessere Pflege ihrer Patienten einzusetzen. Es zeigt, dass dies unabdingbar ist. Wir können und müssen diesbezüglich sehr viel von anderen lernen.
Wolfgang Wagener
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