ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2003Osteoporose: Defizite bei der Behandlung

AKTUELL

Osteoporose: Defizite bei der Behandlung

Dtsch Arztebl 2003; 100(3): A-69 / B-65 / C-65

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: dpa Rehabilitation von Osteoporose- Patienten
Foto: dpa Rehabilitation von Osteoporose- Patienten
Leitlinien für Diagnostik und Therapie geplant
Dem Deutschen Grünen Kreuz zufolge werden die meisten Osteoporose-Patienten in Deutschland nicht optimal behandelt. Die Krankenkassen erstatteten die Kosten für die Diagnose erst dann, wenn bereits eine Fraktur aufgetreten sei. Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, gründete das Deutsche Grüne Kreuz gemeinsam mit dem deutschen Netzwerk der Bone and Joint Decade die Nationale Initiative gegen Osteoporose. Weitere Partner sind der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose und die Internationale Osteoporosis Foundation.
Etwa sechs Millionen Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose. Jährlich erleiden 130 000 Männer und Frauen einen Oberschenkelhalsbruch. „Nahezu die Hälfte dieser Knochenbrüche kann durch gezielte Behandlung verhindert werden“, betonte Prof. Dr. med. Helmut Minne, Sprecher der Arbeitsgruppe Osteoporose im deutschen Netzwerk der Bone and Joint Decade. Die Folgekosten für Akutversorgung, Rehabilitation und Pflege schätzt er auf fünf Milliarden Euro pro Jahr. Leitlinien für Diagnostik und Therapie hat der Dachverband Osteologie erstellt. Sie sollen Anfang des Jahres veröffentlicht werden.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema