ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2003Hartmannbund: Aktionen gegen die Nullrunde

AKTUELL

Hartmannbund: Aktionen gegen die Nullrunde

Dtsch Arztebl 2003; 100(3): A-70

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Niedergelassene Ärzte sollen künstlichen Engpass erzeugen.
Ab dem 22. Januar sollen die niedergelassenen Ärzte ihren Unmut über die „Nullrunde“ auf ihre Patienten übertragen: Jeweils mittwochs sollen sie ihre Praxen schließen und die freie Zeit beispielsweise zur Fortbildung nutzen. Dazu hat der Hartmannbund am 7. Januar in Berlin aufgerufen.
Nach Angaben des Hartmannbund-Vorsitzenden, Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, wird den niedergelassenen Ärzten bereits jetzt ein Drittel der erbrachten Leistungen nicht bezahlt. Die gesetzlich vorgeschriebene „Nullrunde“ sei für die Niedergelassenen eine Minusrunde von mindestens acht Prozent. Sie sei eine „Unverschämtheit, die an Dreistigkeit nicht zu überbieten ist“, so Thomas. Da es die Politik nicht für notwendig erachte, die fehlenden Mittel in das Gesundheitssystem zu stecken, müsse auf der Anbieterseite gekürzt werden.
Nach dem Vorschlag des Hartmannbund-Vorsitzenden sollen ab dem 22. Januar die Vertragsärzte zunächst in Westfalen-Lippe ihre Praxen mittwochs geschlossen halten. Im Laufe des Jahres sind dann bundesweite Teilzeitschließungen geplant.
Einen Reformvorschlag hält der Hartmannbund ebenfalls bereit: Selbstbehalt der Patienten, Kostenrückerstattung, Leistungsausgrenzung und private Zusatzversicherungen sollen dem Gesundheitssystem zusätzliches Geld zuführen.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema