ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2003Qualitätssicherung: Zertifikat für Herzgruppen

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Qualitätssicherung: Zertifikat für Herzgruppen

Dtsch Arztebl 2003; 100(4): A-152 / B-140 / C-136

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Landesweit haben 328 Sport-Herzgruppen ein Qualitätssiegel erhalten. Foto: dpa
Landesweit haben 328 Sport-Herzgruppen ein Qualitätssiegel erhalten. Foto: dpa
Erfolgreicher Abschluss des Pilotprojekts in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz verfügt als erstes Bundesland über eine flächendeckend qualitätsgesicherte Versorgung mit zertifizierten Herzgruppen. Das hat jetzt in Mainz der rheinland-pfälzische Landesverband für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mitgeteilt.
Landesweit haben 328 von 330 Herzgruppen ein entsprechendes Qualitätssiegel erhalten. Das Qualitätssiegel gilt für vier Jahre. Die Zertifizierung erfolgte nach einem Kriterienkatalog, der 19 Punkte enthält, berichtete Dr. Michael Keck, Vorsitzender des Landesverbandes. Zu den Qualitätskriterien zählen unter anderem: Anwesenheit des betreuenden Arztes, Übungsleiter mit Qualifikation „Sport in Herzgruppen“, vollständige und einsatzfähige Notfallausrüstung, Einbeziehung ärztlicher Vorbefunde, Differenzierung nach Belastbarkeit sowie Notfall-übungen für Patienten und Angehörige.
Die Überprüfung der Herzgruppen ist nach Auskunft von Prof. Dr. Peter Limbourg, Beiratsvorsitzendem des Landesverbandes, sehr wichtig. Das Zertifikat helfe, qualifizierte Anbieter von unqualifizierten zu trennen. Zudem sei zu erwarten, dass langfristig die Kassen nur noch Gruppen mit Qualitätssiegel fördern.
Von dem rheinland-pfälzischen Projekt erhofft sich Prof. Dr. Klaus Held, Ärztlicher Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, „eine Initialzündung für die bundesweit fast 6 000 Herzgruppen mit etwa 120 000 Patienten“.
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