ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2003Klonen: „Weltweit ächten“

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Klonen: „Weltweit ächten“

Dtsch Arztebl 2003; 100(4): A-153 / B-141 / C-137

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Für ein umfassendes Klonverbot: BÄK-Präsident Hoppe Foto: Georg Lopata
Für ein umfassendes Klonverbot: BÄK-Präsident Hoppe
Foto: Georg Lopata
Die Bundes­ärzte­kammer fordert ein internationales Klonverbot.
Für ein umfassendes Klonverbot zeichnet sich in Deutschland eine breite Mehrheit ab. Bun­des­for­schungs­minis­terin Edelgard Bulmahn begrüßte einen gemeinsamen Antrag der Koalitions- und Unionsfraktionen im Bundestag. „Es ist gelungen, in dieser sensiblen Frage einen breiten parlamentarischen Konsens zu finden“, sagte Bulmahn am 17. Januar in Berlin.
Auch die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) hatte erneut gefordert, das Klonen von Menschen weltweit zu ächten. „Wir unterstützen die Bemühungen der Bundesregierung, ein internationales Klonverbot zu erreichen“. Sollte zunächst nur ein Verbot des reproduktiven Klonens durchsetzbar sein, sei dies immerhin ein beachtlicher Fortschritt gegenüber dem Status quo, sagte BÄK-Präsident Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe. Die Ärzteschaft plädiere aber nach wie vor für ein umfassendes Klonverbot, das auch das so genannte therapeutische Klonen mit einschließe. „In Deutschland ist das Klonen von menschlichen Embryonen verboten. Schon der Versuch ist strafbar. Das Embryonenschutzgesetz spricht hier eine deutliche Sprache“, so Hoppe. Sowohl beim reproduktiven als auch beim therapeutischen Klonen würden menschliche Embryonen regelrecht verbraucht.
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