ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2003Arzneimittelversorgung: Defizite bei Frauen

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Arzneimittelversorgung: Defizite bei Frauen

Dtsch Arztebl 2003; 100(4): A-154

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LNSLNS Barmer veranstaltete Fachsymposium.
Für eine schärfere Sicht auf die spezifischen Bedürfnisse von Frauen in der Arzneimitteltherapie sprach sich Prof. Dr. rer. nat. Gerd Glaeske beim 3. Arzneimittelsymposium der Barmer „Frauengesundheit – Qualität sichern in der Arzneimittelversorgung“ in Berlin aus. Glaeske sieht Defizite in der Arzneimittelversorgung von Frauen.
Der Bremer Arzneimittelexperte analysierte Daten der Barmer von 29 000 Männern und 23 000 Frauen, die 2001 mit einer Diagnose aus der Gruppe der Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Von diesen hatten etwa 5 800 Männer und 4 600 Frauen einen Herzinfarkt erlitten. Die anschließende Arzneimitteltherapie zeigt Glaeske zufolge gravierende Unterschiede, die für den weiteren Krankheitsverlauf relevant sein könnten. Frauen erhielten seltener Cholesterinsenker. Dabei belegten Studien, dass Patienten mit Herzinfarkt oder instabiler Angina pectoris schon bei normalen Cholesterinwerten dauerhaft mit Cholesterinsenkern behandelt werden sollten. Die Auswertung der Daten zeige, dass sich die Arzneimitteltherapie für Frauen stärker an vorhandenem Wissen ausrichten müsse. Dies bestätigte Prof. Dr. med. Vera Regitz-Zagrosek, die an der Charité und am Deutschen Herzzentrum Berlin über Herz-Kreislauf-Erkrankungen forscht. Studien zu den wirksamsten Medikamenten bei Herzerkrankungen hätten Frauen in der Vergangenheit häufiger nicht oder nur unzureichend eingeschlossen.
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