ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2003Babyklappen in Berlin: Elf Kinder vermittelt

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Babyklappen in Berlin: Elf Kinder vermittelt

Dtsch Arztebl 2003; 100(5): A-225

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Babyklappe:Ausweg für Mütter in extremen Konfliktsituationen Foto: dpa
Babyklappe:Ausweg für Mütter in extremen Konfliktsituationen Foto: dpa
Caritas und Diakonie wünschen sich mehr Rechtssicherheit.
Seit im Herbst 2000 drei „Babyklappen“ in Berlin eingerichtet wurden, sind dort zwölf Säuglinge abgegeben worden. Elf wachsen jetzt in Familien auf, ein Kind wurde tot abgelegt. Diese erste Bilanz zogen Beteiligte des Verbundprojekts Babyklappe von Caritas und Diakonie Ende letzten Jahres in Berlin. Beteiligt sind zurzeit vier Berliner Krankenhäuser.
„Babyklappen“ sind Orte, an denen Mütter in extremen Konfliktsituationen unerkannt ihr neugeborenes Kind in sichere Obhut geben können. Rechtlich agieren alle Beteiligten in einer Grauzone, weil eine anonyme Geburt in Deutschland eigentlich nicht zulässig ist. Projekt-Koordinatorin Ursula Künning betonte, es bestehe zwar ein Interessenkonflikt zwischen Mutter und Kind: „Tatsächlich tragen Menschen, die nichts über ihre Herkunft wissen, eine schwere Last.“ Sie widersprach aber dem Einwand, ohne Babyklappe würden Frauen eher den Weg einer Adoptionsvermittlung gehen. Diese Auffassung entspreche nicht der Lebenswirklichkeit von Menschen, die kein Vertrauen in Beratungsstellen setzen, sagte sie. (www.babyklappe-berlin.de)
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