ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2003Kopfpauschalen: Keine Einzelleistungsvergütung
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LNSLNS Die beiden Autoren, ihres Zeichens Vertreter der KBV, haben sicher Recht, wenn sie die Einführung eines morbiditätsorientierten Vergütungssystems für ambulante ärztliche Behandlung fordern. Ihre weiteren Forderungen, dass die Krankenkassen komplett das Morbiditätsrisiko übernehmen müssen und dass ein Preissystem bzw. ein fester Punktwert notwendig sind, gehört ebenso in die KBV-Mottenkiste wie die Forderung nach einer Einzelleistungsvergütung. Auch wenn eine gewisse Mengensteuerung befürwortet wird, so bleibt dennoch die Gefahr der angebotsinduzierten Nachfrageausweitung. Ein morbiditätsbasiertes Vergütungssystem ist ebenso gut mit Kopf- bzw. Fallpauschalen möglich, wie es z. B. die „fünf Weisen“ vorschlagen. Derartige Pauschalen können der im Artikel aufgezeigten Spreizung der Leistungsbedarfe gerecht werden und helfen, die bei Pauschalvergütungen drohende Risikoselektion zu verhindern bzw. einzudämmen. Daher Morbiditätsorientierung der Vergütung ja, Einzelleistungsvergütung nein.
Dr. Dirk Knüppel, Frankfurter Rotkreuz-Krankenhäuser e.V., Scheffelstraße 2–14, 60318 Frankfurt
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