MEDIZIN: Referiert

Pille und Brustkrebs

Dtsch Arztebl 2003; 100(5): A-270 / B-242 / C-232

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LNSLNS Bislang war umstritten, ob die Einnahme oraler Kontrazeptiva das Risiko einer Frau, an Brustkrebs zu erkranken, erhöht.
Die Autoren führten Interviews mit 4 575 Frauen im Alter von 35 bis 64 Jahren durch, die an Brustkrebs erkrankt waren. Ihre Daten wurden mit denen von 4 682 gesunden Frauen verglichen. Das relative Risiko, an einem Mammakarzinom zu erkranken lag bei 1,0 für Frauen, die unter der Einnahme oraler Kontrazeptiva standen und bei 0,9 für Frauen, die früher die Pille benutzt hatten. Das relative Risiko stieg nicht an, wenn die Pilleneinnahme über einen langen Zeitraum erfolgt war oder wenn hohe Dosen von Östrogen verabreicht wurden. Selbst bei Frauen mit familiärer Mammakarzinom-Belastung ließ sich unter oralen Kontrazeptiva kein erhöhtes Risiko nachweisen, auch Unterschiede zwischen Patientinnen europäischer und afrikanischer Herkunft fanden sich nicht.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die gegenwärtige oder frühere Einnahme oraler Kontrazeptiva nicht mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko einhergeht. w

Marchbanks PA, McDonald JA, Wilson HG et al.: Oral contraceptives and the risk of breast cancer. N Engl J Med 2002; 346: 2025–2032.

Dr. P. A. Marchbanks, Division of Reproductive Health, Centers for Disease Control and Prevention, Atlanta, USA.

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