VARIA: Personalien

Geburtstag

Dtsch Arztebl 2003; 100(5): A-285 / B-253 / C-245

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Josef Stockhausen Foto: Archiv/Bernhard Eifrig
Josef Stockhausen Foto: Archiv/Bernhard Eifrig
Prof. Dr. med. Josef Stockhausen, Internist, ehemaliger, langjähriger Hauptgeschäftsführer der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und des Deutschen Ärztetages, Köln, wird am 1. Februar 85 Jahre alt.
Josef Stockhausen, in Els-pe/Kreis Olpe geboren, studierte Medizin an den Universitäten Gießen, Jena, Frankfurt/Main, Innsbruck und Düsseldorf. Das Staatsexamen absolvierte er in Freiburg, in Düsseldorf wurde er zum Dr. med. promoviert. Von 1944 bis 1945 war er zunächst als Truppenarzt, sodann als Sanitätsoffizier tätig. Stockhausen ließ sich nach seiner Weiterbildung 1951 als Internist in Dortmund nieder. Er ist einer der „Männer der ersten Stunde“ der ärztlichen Berufspolitik. Bei Wiederbegründung der Lan­des­ärz­te­kam­mern im Jahr 1946 wurde er in die Kammerversammlung und durch diese in den Vorstand der Lan­des­ärz­te­kam­mer Westfalen gewählt. Zur gleichen Zeit gründete er in Westfalen einen Verband der angestellten Ärzte, aus dem sich unter seiner maßgeblichen Mitwirkung als Vorstandsmitglied und 2. Vorsitzender der im Jahr 1948 gegründete Marburger Bund als Verband der angestellten Ärzte entwickelte. Als Vertreter der angestellten Ärzte hat er bereits 1947 dem Vorstand der sich daraus bildenden „Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen Ärztekammern“, dem so genannten Neunerausschuss, angehört. Im Jahr 1949 wurde er vom Deutschen Ärztetag in Hannover in den damals neun Mitglieder zählenden Geschäftsführenden Vorstand der Bundes­ärzte­kammer gewählt. Dieses Amt legte er mit der Berufung in die Geschäftsführung der Bundes­ärzte­kammer in Köln (1951) nieder. Stockhausen war von 1951 bis 1955 Geschäftsführender Arzt und von 1955 bis 1974 Hauptgeschäftsführer der BÄK. In dieser Funktion hat er mit Mut, politischem Durchstehvermögen und Geschick, Ideenreichtum und Stärke den Aufbau der Bundes­ärzte­kammer und die beruflichen Belange der Ärzteschaft wahrgenommen und die Gesundheits- und Berufspolitik maßgeblich geprägt.
Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst bei der Bundes­ärzte­kammer war Stockhausen von 1975 bis Dezember 1991 für den Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Wiesbaden, als Leiter dessen Fortbildungsreferates tätig. Stockhausen ist 1968 zum Honorarprofessor an der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg ernannt worden. Seit 1974 war er freiberuflich als Internist, Sozialmediziner und Fachpublizist tätig. (Stockhausen war 1946 Gründer des Assistenzarztverbandes in Westfalen/Lippe und 1947 Mitbegründer des Marburger Bundes in Marburg.) 1949 hat der den Landesverband Westfalen des Hartmannbundes mitbegründet, dessen Landesvorstandsmitglied er zwei Jahre lang war.
Stockhausen ist Ehrenmitglied zahlreicher Fachgesellschaften und Organisationen im In- und Ausland. Er ist mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft, der Ernst-von-Bergmann-Plakette für seine Verdienste um die ärztliche Fortbildung und mit dem Ehrenzeichen der deutschen Apotheker und der Zahnärzte ausgezeichnet worden. 1978 erhielt Stockhausen das Große Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er ist darüber hinaus Träger des Ritter- und Komptur-Kreuzes des Verdienstordens der Republik Italien sowie des Großen Ehrenzeichens der Republik Österreich. EB
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