ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2003H.-p.-Therapie bei atrophischer Gastritis und intestinaler Metaplasie

MEDIZIN: Referiert

H.-p.-Therapie bei atrophischer Gastritis und intestinaler Metaplasie

Dtsch Arztebl 2003; 100(6): A-345 / B-306 / C-294

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LNSLNS Die chronisch atrophische Gastritis mit intestinaler Metaplasie gilt als
präkanzeröse Kondition. Da Ursache der chronischen Gastritis in mehr als 90 Prozent der Fälle eine Infektion mit Helicobacter pylori ist, war bislang unklar, ob es einen Zeitpunkt im Krankheitsverlauf gibt, bei dem eine Eradikationstherapie nicht mehr zu einer Normalisierung der Magenschleimhaut führt.
Die japanischen Autoren berichten über eine Studie, an der 26 Patien-
ten mit mittelgradiger bis schwerer Atrophie teilnahmen. Die Studienteilnehmer wurden fünf Jahre nach einer
Sanierung der Helicobacter-pylori-Infektion nachbeobachtet.
Die Autoren konnten zeigen, dass es zumindest bei einem Teil der untersuchten Patienten zu einer Normalisierung der atrophischen Veränderungen der Corpus- und der Antrumschleimhaut kommt. Während die Höhe des Parietalzell-Antikörpertiters sich nicht änderte, fiel der Pepsinogenspiegel deutlich ab.
Als Vergleichsgruppe dienten zehn Patienten, die nicht auf die Helicobacter-pylori-Therapie ansprachen sowie 22 Kontrollpatienten ohne H.-p.-Therapie. Allerdings ist die Graduierung von Magenschleimhautatrophie und intestinaler Metaplasie in verschiedene Schweregrade in Deutschland nicht üblich, darüber hinaus wurde eine vollständige Normalisierung der Schleimhaut offensichtlich nicht beobachtet. w

Ito M, Haruma K, Kamada T et al.: Helicobacter pylori eradication therapy improves atrophic gastritis and intestinal metaplasia: a 5-year prospective study of patients with atrophic gastritis. Aliment Pharmacol Ther 2002; 16: 1449–1456.

Dr. M. Ito, Department of Medicine and Molecular
Science, Graduate School of Biomedical Science, Hiroshima University, 1-2-3 Kasumi Minami-ku, Hiroshima 734-8551, Japan, E-Mail: maito@hiroshima-u.ac.jp

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