ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2003„Körperwelten“: Verbot der Ausstellung

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„Körperwelten“: Verbot der Ausstellung

Dtsch Arztebl 2003; 100(6): A-292

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Von Hagens will rechtlich gegen die Münchener Entscheidung vorgehen. Foto: dpa
Von Hagens will rechtlich gegen die Münchener Entscheidung vorgehen. Foto: dpa
Münchener Stadtrat: Ausstellung verstößt gegen die Menschenwürde.
Mit großer Mehrheit hat sich der Münchener Stadtrat gegen die für Ende Februar in München geplante „Körperwelten“-Ausstellung des umstrittenen Pathologen Gunther von Hagens ausgesprochen. Auch die in diesem Rahmen vorgesehene öffentliche Leichensektion ist damit verboten. Die Zurschaustellung plastinierter Leichen in verschiedenen Posen verstoße gegen die in Artikel 1 des Grundgesetzes verankerte Menschenwürde und gegen das bayerische Bestattungsrecht. Zudem gebe es Zweifel, dass die Menschen, deren Körper plastiniert wurden, vor ihrem Tod dem zugestimmt hätten.
Die Veranstalter der „Körperwelten“-Ausstellung, die bereits in anderen deutschen Städten präsentiert wurde, wollen rechtlich gegen das Verbot vorgehen. Man werde alle Rechtsmittel ausschöpfen, um die Ausstellung wie geplant in Bayern stattfinden zu lassen.
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