ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2003Ärztetag: Erstarkendes Selbstbewusstsein

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Ärztetag: Erstarkendes Selbstbewusstsein

Dtsch Arztebl 2003; 100(6): A-322 / B-286 / C-276

Schlee, Jürgen

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LNSLNS Endlich wird die fachliche und damit standespolitische Konfrontation mit den Berliner Regierungs-Insuffizienzen gewagt. Deshalb ist es gut, einen Sonder-Ärztetag im Februar 2003 zu planen. Selbst wenn ich dem Treiben zur Verstaatlichung (das ist m. E. Ziel der Rot-Grünen im Gesundungswesen) einsichtsvoll zu folgen suche, fällt mir zweierlei auf:
- Die Verstaatlichung des Bildungs-Wesens hat eine schlechte Bilanz (PISA).
- Eine Bilanz des verstaatlichten Gesundungs-Wesens hat bezüglich einer monetären und ärztlichen Leistungsverbesserung noch niemand (!) (im Modell) ausgewiesen.
Außer „eminenz- und expertenbasierten“ Behauptungen (z. B. DRG und DMP) existiert nichts, was die monetären und fachlichen Mängel beheben wird.
Die Aussicht, dereinst beamteter Arzt im Gesundungswesen – analog z. B. den Lehrern – zu werden, mundet mir allerdings gut. Würde mich das doch von bürokratischen Zwängen und Verschuldungen, die ich mit dem Beginn meiner kassenärztlichen Eigengewerblichkeit eingehen musste, freisetzen.
Derzeit bietet jedoch der öffentliche Dienst in seiner eigenen Mangel-Haftigkeit kaum eine Gewähr für eine Existenzsicherung der Ärzte, geschweige denn eine Besserung der Patientenversorgung. Deshalb werte ich den geplanten Ärztetag als erstarkendes Selbst-Bewusstsein der Ärzteschaft, das sich zeitgemäß-sinnvollen Veränderungen nicht verschließen will.
Jürgen Schlee, Bahnhofstraße 9, 31675 Bückeburg
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