ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2003Panikattacken: Verhaltenstherapie kann Fehlinterpretation mindern

Referiert

Panikattacken: Verhaltenstherapie kann Fehlinterpretation mindern

MS

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Panikattacken werden vermutlich durch Fehlinterpretation bestimmter körperlicher Empfindungen ausgelöst. Patienten, die unter Panikattacken leiden, scheinen einige Körpersignale als schwerwiegende körperliche oder geistige Störungen zu deuten. Bei der kognitiv-behavioralen Behandlung von Panikattacken steht daher diese Fehlinterpretation im Mittelpunkt. Die Autoren prüften an 66 Patienten, wie effektiv Verhaltenstherapie zur Reduzierung von Panikattacken ist. Die Patienten lernten in mehreren Therapiesitzungen, ihre irrationalen Gedanken und Ängste zu identifizieren und weniger wichtig zu nehmen. Dann wurden sie angewiesen, die störenden Gedanken durch alternative, rationale und beruhigende Gedanken zu ersetzen. Sie lernten außerdem, die Körpersignale, aus denen sie ihre Sorgen ableiteten, umzudeuten und andere körperliche Empfindungen ebenfalls zu berücksichtigen. Danach wurden diese Übungen in vivo praktiziert. Während der Therapie führten die Patienten Tagebücher über ihre Panikattacken. „Verhaltenstherapie kann dabei helfen, die Fehlinterpretationen zu verringern“, fanden die Autoren heraus. ms

Bakker A, Spinhoven P, van Balkom A, van Dyck R: Relevance of assessment of cognitions during panic attacks in the treatment of panic disorder. Psychotherapy and Psychosomatics 2002; 71: 158–161.

Abraham Bakker, MD, PhD, Department of Psychiatry, Sint Lucas Andreas Hospital, PO Box 92 43, NL-1006 AE Amsterdam, Telefon: 00 31/2 05 10 85 63, E-Mail: A.Bakker@slaz.nl
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote