ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2003Klinische Neuropsychologie

BÜCHER

Klinische Neuropsychologie

PP 2, Ausgabe Februar 2003, Seite 86

Hartje, Wolfgang; Poeck, Klaus

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Neuropsychologie
Wertvolle Hilfestellung
Wolfgang Hartje, Klaus Poeck (Hrsg.): Klinische Neuropsychologie. 5., überarbeitete und erweiterte Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 2002, 592 Seiten, 28 Abbildungen, 29 Tabellen, Flexcover, 29,95 €
Das im Vergleich zur vorherigen Auflage um drei Autoren erweiterte Autorenkollektiv legt mit diesem Buch einen guten Überblick des gegenwärtigen Wissensstands auf den klinisch relevanten Teilgebieten der Neuropsychologie vor. Die Interdisziplinarität der Neurowissenschaften und der klinischen Neuropsychologie wird anhand der interdisziplinären Zusammensetzung deutlich: Neurologen, Psychologen und Linguisten.
Als Standardwerk vermittelt das Buch Psychologen, Ärzten und anderen mit der Behandlung hirnorganisch erkrankter beziehungsweise verletzter Patienten befassten Therapeuten das Handwerkszeug zum Verständnis komplexer Hirnleistungsstörungen. Dabei werden auch dem Nicht-Spezialisten Zusammenhänge zwischen neuropsychologischen Theorien und konkreten, in der klinischen Praxis beobachtbaren Ausfallerscheinungen verständlich gemacht. Dem Leser werden Erkenntnisse über Ursachen, Differenzialdiagnostik und Behandlung der speziellen Störungen bei neurologischer Schädigung, organismischer Funktionsveränderung sowie daraus resultierenden Fähigkeitsbeeinträchtigungen kompakt und verständlich vermittelt.
Das Buch ist durch seine handliche Paper-Ausführung, seine klare inhaltliche und methodische Strukturierung für die Alltagspraxis als Übersichts- und Nachschlagewerk zu empfehlen. In der Praxis des ärztlichen und Psychologischen Psychotherapeuten und auch des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sollte es nicht fehlen, auch weil viele nicht explizit mit Patienten arbeiten, die an einer hirnorganischen Primärerkrankung leiden. Doch gerade in der ambulanten Praxis trifft man immer mehr Patienten an, bei denen sich in der Anamnese auch hirnorganische Erkrankungen oder Verletzungen finden und den psychodiagnostischen als auch -therapeutischen Prozess (Diagnose- und Therapieindikationsstellung) wesentlich beeinflussen. Hier kann das Buch bei unklarer differenzialdiagnostischer und ätiologischer Abklärung der Symptomatik wertvolle Hilfestellung geben, auch wenn keine Zusatzausbildung als Klinischer Neuropsychologe absolviert wurde. Karin Hübener
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