ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2003Berliner Ärzte: Protestaktionen werden fortgesetzt

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Berliner Ärzte: Protestaktionen werden fortgesetzt

Dtsch Arztebl 2003; 100(7): A-360 / B-316 / C-304

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Der Hartmannbund hatte Ende Januar in Westfalen-Lippe dazu aufgerufen, aus Protest gegen die Gesundheitspolitik mittwochs keine Sprechstunde abzuhalten. Foto: dpa
Der Hartmannbund hatte Ende Januar in Westfalen-Lippe dazu aufgerufen, aus Protest gegen die Gesundheitspolitik mittwochs keine Sprechstunde abzuhalten. Foto: dpa
Praxisschließungen sollen auf die Verfehlungen rot-grüner Gesundheitspolitik aufmerksam machen.
Die Gemeinschaft der fachärztlichen Berufsverbände in Berlin hat sich am 4. Februar für eine Fortsetzung der Protestaktionen gegen die rot-grüne Gesundheitspolitik ausgesprochen. Nach der zunächst eher schwachen Beteiligung der niedergelassenen Ärzte an den Praxisschließungen in ausgewählten Stadtgebieten war bereits über ein vorzeitiges Ende der Aktion spekuliert worden. Nach Ansicht der Organisatoren hat sich jedoch die Zahl der protestierenden Ärzte in den vergangenen Tagen erhöht. Viele hätten sich an den Praxisschließungen nicht beteiligt, weil sie im Voraus vereinbarte Termine mit Patienten nicht hätten absagen können. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, kündigte noch weitere Aktionen an. So sollen alle 6 200 in Berlin niedergelassenen Ärzte – also auch die Hausärzte, die sich bisher nicht an den Praxisschließungen beteiligt haben – Unterschriften ihrer Patienten gegen die gesundheitspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung sammeln.
Auch in anderen Regionen wurden die Proteste fortgesetzt. Ärzte aus Rheinland-Pfalz äußerten vor dem Mainzer Landtag ihren Unmut über die Gesundheitspolitik. Auf dem Kassenärztetag der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg warnte deren Vorsitzender Dr. med. Werner Baumgärtner vor den Folgen einer reglementierten Staatsmedizin nach englischem Muster.
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