ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2003Psychotherapie: Prozess läuft noch
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LNSLNS Dass sexuelle Beziehungen in der Psychotherapie kein Kavaliersdelikt darstellen, ist durch vielfältige Diskussionen einer breiteren Öffentlichkeit bewusst. Auch wenn dieser Hinweis verdienstvoll ist, lässt sich das hierzu angemerkte Beispiel aus dem Kölner Universitätsklinikum kaum nachvollziehen. Hier geht es eben nicht um eine psychotherapeutische Beziehung, nicht einmal um eine vernachlässigte Supervision, sondern um ein noch schwebendes Verfahren bei medizinischen Untersuchungen. Wenn ein solches Beispiel bereits zu dem Zeitpunkt als typisch und belegt herangezogen wird, wo der Prozess noch läuft und der Ausgang offen ist, so kommt dies einer Vorverurteilung nahe, der widersprochen werden muss.
Die Vermengung verschiedener Tatbestände hilft weder der Sache, noch ist sie dem Beteiligten gegenüber gerecht und fair.
Prof. Dr. med. Gerd Lehmkuhl, Dekan der Medizinischen Fakultät zu Köln, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Robert-Koch-Straße 10, 50931 Köln
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