ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2003Ökonomie: Opfer verhöhnt
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LNSLNS Möhrle verhöhnt die Opfer des Nationalsozialismus wenn er deren Tötung mit der in Zukunft vielleicht notwendigen Einschränkung des Leistungskatalogs in Zusammenhang bringt. In unserem Papier hatten wir ausdrücklich abgelehnt, dass dies auf der Grundlage ökonomischer Überlegungen erfolgen dürfe, sondern demokratisch legitimierter Verfahren bedürfe. Möhrles Demokratieverständnis wird deutlich, wenn er bedauert, dass „gesellschaftlich relevante Gruppen aller Art glauben, ihren Senf zu einer Reform des Systems dazugeben zu müssen“. Sollten Autoritäten wie Möhrle für die Gesellschaft entscheiden dürfen? Ein Albtraum!
Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl W. Lauterbach, Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Universität zu Köln, Gleueler Straße 176–178, 50935 Köln
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