ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2003Gastroösophageale Refluxkrankheit

BÜCHER

Gastroösophageale Refluxkrankheit

Dtsch Arztebl 2003; 100(7): A-394 / B-349 / C-332

Pohle, Thorsten; Domschke, Wolfram

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Gastroenterologie
Aktuelles Thema
Thorsten Pohle, Wolfram Domschke (Hrsg.): Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) – Barrett-Ösophagus. UNI-MED Science, UNI-MED Verlag, Bremen, 2002, 112 Seiten, 58 Abbildungen, 44,80 €
Ob man für ein Buch von 112 Seiten wirklich 22 Autoren benötigt, muss man dem Leser überlassen, zumal man lange suchen muss, um herauszufinden, wer welches Kapitel verfasst hat: Man findet die Lösung im Autorenverzeichnis.
Das Thema ist aktuell: Immer mehr Menschen leiden in Deutschland unter Refluxsymptomen; zu viele vertrauen noch auf die Wirksamkeit der Selbstmedikation. Wer sich über den aktuellen Stand von Diagnostik und Therapie dieses erst vor 75 Jahren als klinische Entität beschriebenen Krankheitsbildes informieren will, findet hier die Informationen, die man braucht, um Pathophysiologie, medikamentöse und operative Therapie sowie Überwachungsstrategien beim Barrett-Ösophagus zu verstehen beziehungsweise umzusetzen.
Einige Ergänzungen sollten bei der zweiten Auflage Berücksichtigung finden. Bei den Protonenpumpenhemmern ist die Standarddosis von Esomeprazol mit 20 Milligramm angegeben, sie beträgt jedoch 40 Milligramm. Bei den H2-Blockern fehlt der Vollständigkeit halber das Roxatidin. Auch sollte erwähnt werden, dass Ranitidin mit Zantic 75 und Famotidin mit Pepcid (dual) aus der Rezeptpflicht entlassen wurden und für die Selbstmedikation zur Verfügung stehen, was sicher sinnvoller ist als die Einnahme von Antazida. Für die Therapie des Refluxes in der Schwangerschaft gibt es zwischenzeitlich Empfehlungen der amerikanischen Geburtshelfer, die eher Probleme bei der längerfristigen Einnahme aluminiumhydroxid-haltiger Antazida sehen als bei der von ihnen empfohlenen Gabe der beiden Substanzen mit der größten Erfahrung weltweit, nämlich Ranitidin und Omeprazol. Wolfgang Rösch
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