ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2003Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Verbesserte Ertragslage

VARIA: Wirtschaft

Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Verbesserte Ertragslage

Dtsch Arztebl 2003; 100(7): A-425 / B-370

Clade, Harald

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LNSLNS Der „Partner der Heilberufe“ verzeichnet ein kräftiges Wachstum, vor allem im Kreditsektor.

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Hauptverwaltung Düsseldorf, die am 10. Dezember 2002 auf ihr hundertjähriges Bestehen zurückblickte, vermeldet für die ersten zehn Monate des Jahres 2002 eine „erfreulich verbesserte Ertragslage“. Zum Jahres-Ultimo 2002 prognostiziert die Bank einen Anstieg der Teilbetriebsergebnisse vor Risikovorsorge von rund fünf Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge belief sich auf 150,4 Millionen Euro (+ 19,1 Millionen Euro beziehungsweise + 14,5 Prozent). Wie der Vorstandsvorsitzende der Bank, Werner Wimmer, Mitte Dezember vor der Presse in Düsseldorf berichtete, beläuft sich das Betriebsergebnis (nach Risikovorsorge) auf 91,3 Millionen Euro (+10,8 Millionen Euro beziehungsweise + 13,4 Prozent).
In den ersten zehn Monaten des Jahres 2002 wurde ein kräftiges Wachstum vor allem im Kreditsektor verzeichnet, mit dem Schwerpunkt bei den Existenzgründungen und Übernahmefinanzierungen von Arzt- und Zahnarztpraxen. Erneut ist die Zahl der bei der Apo-Bank geführten Kunden um 9 300 seit Jahresbeginn auf jetzt 245 000 gestiegen.
Die Bilanzsumme betrug per 31. Oktober 2002 22,82 Milliarden Euro. Die entspricht einem Plus von 2,1 Milliarden Euro beziehungsweise einem zehnprozentigen Zuwachs gegenüber dem Jahresabschluss 2001. Die Bank finanzierte in den ersten zehn Monaten des Jahres 2002 rund 3 700 Existenzgründungen (Vorjahreszeitraum: 3 150 Finanzierungen). Für das ganze Jahr 2002 rechnet die Bank mit 4 500 Existenzgründungen, die durch die Bank finanziert wurden. Hier wurde der Marktanteil deutlich erhöht.
Die Neuausleihungen in den ersten zehn Monaten 2002 betrugen 2,3 Milliarden Euro – nach 1,6 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Volumen der Kundenkredite lag bei 14,8 Milliarden Euro (+9,2 Prozent im Vergleich zum Jahresabschluss 2001). Zur Refinanzierung des Kreditgeschäfts hat die Bank ihre Einlagen um 4,3 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro ausgeweitet. Der Zinsüberschuss wird mit 305,1 Millionen Euro (+8,1 Prozent) angegeben. Die Zinsmarge ist von 1,76 Prozent auf 1,67 Prozent weiter zurückgegangen. Der Provisionsüberschuss betrug 63,4 Millionen Euro (minus 1,5 Prozent); er hat sich inzwischen stabilisiert. Der Verwaltungsaufwand betrug 220,6 Millionen Euro (+3,4 Prozent).
Das haftende Eigenkapital der Apo-Bank betrug 1,8 Milliarden Euro am Jahresende 2001. Die Bank hat 93 580 Mitglieder. Sie ist weiterhin die größte genossenschaftliche Primärbank. Die Bank versteht sich nicht nur als kundennah und servicefreundliche Standesbank, sondern als umfassender Dienstleister aller Heilberufe. Sie ist „Partner der Heilberufe“, so der neu geprägte Slogan der Bank.
In den ersten zehn Monaten des Jahres 2002 stieg die Zahl der Bankkunden, die Online nutzen und das E-Banking praktizieren, um 13 450 auf jetzt 83 350 Bankkunden. Im Jahr 2001 betrug der Zuwachs 14 700 (auf Ende 2001 rund 69 900). HC
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