ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2003Arzneimittelsicherheit: Kombination von Kineret und Enbrel mit Risiken behaftet

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Arzneimittelsicherheit: Kombination von Kineret und Enbrel mit Risiken behaftet

Dtsch Arztebl 2003; 100(7): A-423

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LNSLNS Aufgrund der Beobachtung von schwerwiegenden Nebenwirkungen weist die Firma Amgen darauf hin, dass die gleichzeitige Anwendung von Kineret® (Anakinra) und Enbrel® (Etanercept) nicht zugelassen ist. Anakinra – eine rekombinante, nichtglykosylierte Form des humanen Interleukin-1-Rezeptorantagonisten (IL-1ra) – ist zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis in Kombination mit Methotrexat bei Patienten indiziert, die nur unzureichend auf eine Methotrexat-Monotherapie ansprechen.
In einer aktuellen Studie zeigte sich bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, die gleichzeitig mit Kineret und Enbrel behandelt wurden, eine erhöhte Inzidenz schwerwiegender Infektionen und Neutropenien im Vergleich zu Patienten mit Enbrel-Monotherapie. Die Inzidenz war auch höher als in vorangegangenen Studien, in denen Kineret allein angewendet worden war. Die gleichzeitige Anwendung von Kineret und Enbrel erbrachte auch keinen verbesserten therapeutischen Nutzen.
Bei der Studie handelte es sich um eine kontrollierte, randomisierte Untersuchung über 24 Wochen, in die 242 Patienten mit rheumatoider Arthritis eingeschlossen wurden. Die Patienten waren nicht mit einem „Biological“ vorbehandelt und erhielten Methotrexat als Basistherapie. Das Ziel war, die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit einer alleinigen Anwendung von Enbrel 25 mg zweimal wöchentlich mit einer Kombination von Enbrel und Kineret 100 mg täglich zu vergleichen.
Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Anwendung von Kineret in Kombination mit anderen TNF-Antagonisten – außer Etanercept – wurden bislang nicht überprüft. Da keine entsprechenden Daten vorliegen, kann die gleichzeitige Anwendung von Kineret und anderen TNF-Antagonisten nicht empfohlen werden. Weitere Informationen erhalten Sie von der Abteilung Arzneimittelsicherheit der Amgen GmbH in München (Telefon: 0 89/14 90 96-15 60). EB
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