ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2003TNF-a-Blocker verbessern: Lebensqualität des Rheumakranken

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TNF-a-Blocker verbessern: Lebensqualität des Rheumakranken

Dtsch Arztebl 2003; 100(7): A-422

NM

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LNSLNS Die gelbe Farbe spielt bei der Anwendung einer Substanzgruppe in der Rheumatherapie keine Rolle. So berichtete Prof. Angela Gause (Lübeck) bei dem Mittagsgespräch der Firma Essex Pharma GmbH über die Effektivität von Infliximab. Der TNF-a-Blocker kann deutliche Verbesserungen der Lebensqualität und Funktionalität bei Rheumakranken erreichen. Das zeigt besonders die ATTRACT-Studie (Anti-TNF-Trial in Rheumatoid Arthritis with Concomitant Therapy), in der Infliximab (Remicade®) über zwei Jahre in allen Gruppen eine Verbesserung des HAQ-Scores erzielte. Dieser Behandlungserfolg lässt sich auch noch nach zwei Jahren nachweisen. Auch die Daten der COP-QoL-Erhebung (Cooperative on Quality of Life in Rheumatoid Diseases) belegen das.
Mehr als 6 000 Patienten aus elf europäischen Ländern mit rheumatoider Arthritis (RA) und etwa 600 Patienten mit Spondylitis ankylosans (SpA) nahmen daran teil. Allein in Deutschland gaben mehr als 2 000 Patienten im Rahmen eines Routinebesuchs bei ihrem Rheumatologen Auskunft über ihren Gesundheitszustand sowie über krankheitsbedingte Einschränkungen im privaten und beruflichen Bereich. Bei den Ärzten war die Erhebung einfacher: Die behandelnden Rheumatologen informierten in einem kurzen anonymen Fragebogen über die Krankheitsgeschichte und die aktuelle Behandlung des Patienten sowie den Gelenkstatus.
Dabei zeigte sich, wie weit Arzt und Patient bei diesem Krankheitsbild voneinander entfernt sind: Während beispielsweise 60 Prozent der Patienten mit RA ihren Gesundheitsstatus auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 10 (sehr schlecht) mit 5 oder schlechter angaben, beurteilten die behandelnden Ärzte nur bei 36 Prozent der Patienten den Gesundheitsstatus als so schlecht. Eine vergleichbare Diskrepanz war auch bei Patienten mit Spondylitis ankylosans festzustellen. Damit bestätigt sich die in der COP QoL formulierte Hypothese, dass die ärztliche Einschätzung des Gesundheitszustandes des Patienten nicht mit der subjektiven Empfindung des Betroffenen übereinstimmt. NM

Mittagsgespräch der Essex Pharma GmbH anlässlich des DGRh-Kongresses 2002 im September in Berlin
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