ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2003Gesundheitsreform: Union legt Konzept vor

AKTUELL

Gesundheitsreform: Union legt Konzept vor

Dtsch Arztebl 2003; 100(8): A-436 / B-380 / C-360

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Mehr Selbstbeteiligung der Patienten gefordert
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ein eigenes Konzept zur Gesundheitsreform vorgelegt. Darin fordert sie, Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen einzuschränken und die Patienten stärker zu belasten. Die Höhe der Selbstbeteiligung soll sich nach dem Einkommen richten, wird aber nicht näher beziffert. Die Union erhofft sich, den Krankenkassenbeitrag von heute durchschnittlich 14,4 auf 13 Prozent senken zu können. Der Arbeitgeberanteil soll zwischen sechs und sieben Prozent eingefroren werden. Mit ihrem Beschluss trug die Fraktion die Vorschläge der CDU-Gesundheitsexperten Annette Widmann-Mauz und Andreas Storm nur zum Teil mit. So soll die in deren Papier aufgeführte Streichung der Zahnbehandlung aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen zunächst nur „geprüft“ werden.
Die Reaktionen auf das Unions-Papier waren unterschiedlich. Aus Regierungskreisen hieß es, Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt stehe den Vorschlägen reserviert gegenüber. Die Grünen-Gesundheitsexpertin Birgitt Bender warf der Union vor, einseitig Versicherte und Patienten zu belasten. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung begrüßte dagegen den Vorstoß.
Trotz zahlreicher Differenzen mit den Reformeckpunkten der Bundesregierung sieht CSU-Gesundheitsexperte Horst Seehofer Chancen auf eine Einigung. Er betonte allerdings, Verhandlungen werde es erst geben, wenn Rot-Grün einen Gesetzentwurf vorgelegt habe.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema