ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2003BKK für Heilberufe: Finanzkrise

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BKK für Heilberufe: Finanzkrise

Dtsch Arztebl 2003; 100(8): A-437 / B-381 / C-361

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LNSLNS Neuer Vorstand soll die Kasse sanieren.
Die beiden Vorstände der BKK für Heilberufe, Hansjoerg Schulten (61) und Klaus Möller (60), sind in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden. Hintergrund ist eine Finanzkrise der Kasse, die mit 460 000 Mitgliedern zu den bundesweit größten Betriebskrankenkassen zählt. Der BKK-Landesverband Nordrhein-Westfalen hat den Vorstand der BKK Berlin, Jochem Schulz, kommissarisch mit den Vorstandsaufgaben betraut. Schulz hat den Ruf eines konsequenten Sanierers.
Presseberichten zufolge drücken die BKK für Heilberufe trotz der jüngsten Beitragserhöhung auf 13,9 Prozent immer noch Schulden in Höhe von 200 Millionen Euro. Zuletzt sei die Kasse nicht mehr in der Lage gewesen, die Gehälter ihrer Mitarbeiter auszuzahlen. Jetzt stellt der BKK-Landesverband NRW die Liquidität sicher. Die Vorstandsvorsitzenden des Verbandes, Theo Giehler und Jörg Hoffmann, sitzen zudem in einem neu eingerichteten Beirat, der den Konsolidierungsprozess vorantreiben soll.
Eine erneute Beitragssatzanhebung ist wahrscheinlich. Am 18. März tagt der Verwaltungsrat der Kasse. Eine „Anpassung“ des Beitragssatzes sei nicht auszuschließen, sagte Giehler dem Deutschen Ärzteblatt. Auf die Frage, warum der bisherige Vorstand abgesetzt worden sei, antwortet er: „Für den Sanierungsprozess brauchten wir neue Köpfe.“ Zudem sei zuletzt nicht alles „ganz rund“ gelaufen. Vor dem Konkurs stehe die Kasse aber nicht.
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