ArchivDeutsches Ärzteblatt43/1996Arzneibudgets: Unannehmbar

SPEKTRUM: Leserbriefe

Arzneibudgets: Unannehmbar

Krolewski, Ralph

Zu dem Beitrag "Krankenkassen kündigen Regreßwelle an" von Dr. med. Lothar Krimmel, KBV, in Heft 39/1996
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LNSLNS Die Ausführungen des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers der KBV machen den Ernst der Lage deutlich. Die Verhandlungsbereitschaft der Krankenkassen hinsichtlich einer Budgeterhöhung schätzt er gleich null ein. In einigen Tagen beginnen dann von KV zu KV die Zahltage, an denen wir Kassenärzte für die verordneten Arznei- und Heilmittel zur Kasse gebeten werden.
Diese unannehmbare Situation muß sofort geklärt werden! Sollen ab dem "Stichtag" die Praxen geschlossen bleiben mit flächendeckendem Notdienst zur Minimalversorgung? Sollen alle Verordnungen dem MDK vorgelegt werden zur Überprüfung und Beurteilung, ob Voraussetzung, Art und Umfang der jeweiligen Verordnung gerechtfertigt sind ? . . . Welche bindende Wirkung haben in einer solchen Situation die Arzneimittel-Richtlinien, insbesondere die zentralen Aussagen?
. . . Zum jetzigen Zeitpunkt muß gegenüber den Vertragspartnern und der Bundesregierung erklärt werden, daß die Übernahme des Morbiditätsrisikos in ein existenzgefährdendes Verordnungsrisiko der Kassenärzte nicht hingenommen werden kann.
Wie soll unter solchen Bedingungen der Sicherstellungsauftrag der KV mit "Gewährleistung einer humanen, ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen vertragsärztlichen Versorgung unter Berücksichtigung des allgemein anerkannten Standes der medizinischen Erkenntnisse" entsprochen werden, wenn der Preis für die Übernahme vertragsärztlicher Pflichten die Existenzgefährdung ist?
Dr. med. Ralph Krolewski, Dümmlinghauser Straße 76, 51647 Gummersbach
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