ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2003Pränataldiagnostik – Verantwortliche ärztliche Tätigkeit im Grenzbereich: Psychosoziale Begleitung verbessern

MEDIZIN: Diskussion

Pränataldiagnostik – Verantwortliche ärztliche Tätigkeit im Grenzbereich: Psychosoziale Begleitung verbessern

Meisters, Eva

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LNSLNS Der Artikel beleuchtete am Schluss den Punkt der psychosozialen Betreuung von Schwangeren vor und nach der Diagnostik von Fehlbildungen. Leider berichteten mir Schwangere aus meinem Umfeld, die das 35. Lebensjahr überschritten hatten, dass in diesem Punkt die Beratung durch die behandelnden Ärzte als unzureichend empfunden wurde. Sie fühlten sich nach Aufklärungsgesprächen über eine Amniozentese, deren Nutzen ich dank des Artikels besser verstanden habe, verunsichert, unter Druck gesetzt und unverstanden, weil sie begriffen hatten, dass diese Untersuchung klären sollte, ob eine Fehlbildung vorliege, die zu einer Abtreibung berechtigen würde. Dies kann nicht Sinn von Schwangerschaftsvorsorge sein.
Mein Verdacht ist, dass die Angst vor juristischen Konsequenzen hinter diesen fehlgelaufenen Aufklärungsgesprächen steckt. Deshalb meine Bitte an die Frauenärzte, welche Schwangerschaftsvorsorge praktizieren: Verbessert die nach Auffassung des Autors unzureichende psychosoziale Begleitung von Schwangeren vor und nach einer Fehlbildungsdiagnostik. Meiner Ansicht nach lässt sich dadurch auch die Gleichsetzung von pränataler Diagnostik mit Menschenselektion abwenden.
Dr. med. Eva Meisters
Apianstraße 14
84152 Mengkofen

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