ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2003Pränataldiagnostik: Verantwortliche ärztliche Tätigkeit im Grenzbereich – Keine Abtreibung nach Pränataldiagnostik

MEDIZIN: Diskussion

Pränataldiagnostik: Verantwortliche ärztliche Tätigkeit im Grenzbereich – Keine Abtreibung nach Pränataldiagnostik

Dtsch Arztebl 2003; 100(8): A-494 / B-425 / C-402

Stingl, Herwig

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LNSLNS Die informativen Darlegungen lassen nachdenken, welchen Wert oder Unwert diese Diagnostik hat. Entscheidend ist die Frage: Erfolgt diese Diagnostik im Interesse des Kindes oder im Interesse der Eltern? Im ersten Fall ist diese Diagnostik zu begrüßen, da sie, im Fall einer Erkrankung des Kindes, eine intrauterine oder unmittelbar postnatale Therapie ermöglicht. Im zweiten Fall ist zu fragen, ob die Eltern sich lediglich orientieren wollen, welche Maßnahmen bei Geburt eines behinderten Kindes für das Kind getroffen werden können, oder ob die Eltern von vornherein die Annahme eines behinderten Kindes verweigern und das Kind durch Abtreibung töten lassen. Im letzteren Fall ist eine Pränataldiagnostik abzulehnen. Das Gebot: Du sollst nicht töten, hat absolute Gültigkeit.

Dr. med. Herwig Stingl
Schulstraße 24
92690 Pressath

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