ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2003Schizophrenie: Lebensqualität muss Zielkriterium sein

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Schizophrenie: Lebensqualität muss Zielkriterium sein

Dtsch Arztebl 2003; 100(8): A-499

Hoc, Siegfried

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LNSLNS Wie Schizophrenie am effektivsten zu behandeln ist, soll die SOHO-Studie (Schizophrenie Outpatient Health Outcomes) klären. Die ersten Ergebnisse dieser voraussichtlich Mitte 2004 abgeschlossenen Studie der Psychiatrie mit fast 11 000 Patienten und 1 000 Psychiatern aus zehn europäischen Ländern wurde in Madrid vorgestellt. Über erste Daten aus der Studie mit dem atypischen Antipsychotikum Olanzapin (Zyprexa®) berichtete Dr. Jörg Czekalla (Bad Homburg). Unter Olanzapin war der Effekt auf die Negativsymptomatik mit einer Änderung auf der Clinical Global Impression Skala (CGI) von 42 Prozent auf 17 Prozent am stärksten.
Olanzapin wurde auch am besten vertragen. So reduzierte sich die Rate unerwünschter extrapyramidal-motorischer Symptome bei den mit Olanzapin behandelten Patienten in den ersten drei Monaten um mehr als die Hälfte, während bei Patienten unter typischen Neuroleptika, aber auch unter Risperidon, nur ein leichter Rückgang der EP-Symptome zu registrieren war.
Rund 94 Prozent der initial auf Olanzapin eingestellten Patienten werden weiterhin mit dem Präparat Zyprexa behandelt, was ebenfalls als ein Indiz für seine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit gewertet wird. Beide positiven Eigenschaften tragen maßgeblich dazu bei, dass Lebensqualität und Patientenzufriedenheit erhalten beziehungsweise gefördert werden. Die verfügbaren Therapieoptionen erlauben es, die Lebensqualität der Patienten als Zielkriterium einer Behandlung in den Mittelpunkt zu stellen. Etwa die Hälfte der Patienten erhielt eine Initialdosis von 10 mg Olanzapin, die in den meisten Fällen beibehalten werden konnte. Eine Dosisreduktion war selten erforderlich. Siegfried Hoc

2. SOHO-Interim-Symposium der Lilly Deutschland GmbH in Madrid
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