ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2003Vietnam und das alte Asien: In Saigon und am Strand

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Vietnam und das alte Asien: In Saigon und am Strand

Dtsch Arztebl 2003; 100(8): A-500

Amann, Erika

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Naturstrand bei Nha Trang Fotos: Erika Amann
Naturstrand bei Nha Trang Fotos: Erika Amann
Saigon, prickelnd und geheimnisvoll, heißt nur auf dem Papier Ho-Chi-Minh- Stadt. Wenigstens vier Tage braucht man, um im brodelnden Verkehr von Radlern, Rikschas und Rollern frisch renovierte Kolonialbauten und Hotels rund um die Notre-Dame- Kirche, die turbulenten Märkte mit Garküchen wie Cholon Bing Thay im Chinesenviertel, spezielle Kneipen für Phu, die Nudelsuppe, und mystische Tempel, etwa für Thien Hau, die Göttin des Meeres und der Fischer, kennen zu lernen. Dazu faszinierendes Nachtleben: Unvergesslich ein Abend an Bord eines Dinnerschiffes auf dem Saigon River oder auf der Dachterrasse des Rexhotels, vor mehr als zwanzig Jahren die Hochburg der US-Kriegsberichterstatter.
Erholung von der City-Hektik
Das Apocalypse, die prominenteste Disco, liegt hoch über der Stadt auf dem Wolkenkratzer-Hotel Caravelle. Nach Rundreisen und Cityhektik träumt man von Erholung am Strand. Vietnams 1600-Kilometer-Küste liegt geschwungen wie ein „S“ am Südchinesischen Meer, im Rücken die Nachbarn China, Laos und Kambodscha. Im Winter 2003 sind dort neue Strandziele zu entdecken: von Saigon
vier Busstunden durch Dörfer, Reisfelder und Drachenfruchtplantagen an den Mui Ne Beach mit unter Palmen versteckten Badehotels. Hier machen auch Einheimische Urlaub. Zu Fuß läuft man eine Stunde bis zum Dorf am Kap, wo die Fischer in merkwürdigen Schüsseln zum Angeln aufs Meer fahren. Hinter dem Kap türmen sich rote Dünen auf wie in der arabischen Wüste. Auch in Nha Trang, wo der tropische Süden Vietnams beginnt, ist das alte Asien lebendig. Eine Armada von Cyclo- (Fahrradrikscha-)Fahrern hat sich an der sechs Kilometer langen Seepromenade etabliert. Cuong, der als Kind im Krieg verletzt wurde und auf dem Mekong nach Siam flüchten konnte, ist froh, wieder daheim zu sein. Er strampelt für geringes Entgelt mit seinen Gästen zu den alten Hindu-Tempeln der Cham-Könige und über dem Hafen zur Residenz des vietnamesischen Kaisers Bao Dai. Es war sein letzter Wohnsitz, bevor er 1945 abdankte. Mama Linh organisiert vom Hafen aus fröhliche Bade- und Schnorchel-Bootstouren zu den vier vorgelagerten Inseln Mieu, Mun, Mot und
Gemüsemarkt in Saigon
Gemüsemarkt in Saigon
Tam. Saigon wird täglich für fünfzig US-Dollar angeflogen. Bahnfahrten sind extrem langsam, nicht billig in der „Soft seat“-(Polster-)Klasse, aber interessant. Vor allem junge Leute – fünfzig Prozent der Vietnamesen sind jünger als 25 Jahre – sind begierig darauf, sich mit einem Farang, einem Fremden aus dem bewunderten Westen, zu unterhalten.
Nha Trang
Zwölf Stunden fährt die Bahn von Nha Trang nach Danang, einer sehr asiatischen Handelsstadt, die den Besuch lohnt. Aber das touristische Zugpferd heißt Hoi An. Ein charmantes Museumsstädtchen, beschirmt von der UNESCO, dessen einstiger Welthafen versandete und das große Geschäft an Danang abgeben musste. Auf Tuchfühlung mit alten chinesischen Clanhäusern und Tempeln genießt man den schneeweißen Strand. Erika Amann

Neu im Winter 2003: Flüge mit Lufthansa und Thai Airways via Bangkok direkt nach Saigon und Danang. Sieben Tage Flug und ÜF im Viersterne-Nostalgiehotel Majestic am Saigon River ab 1 158 €, Anschlußtransfer nach Mui Ne 52 €, ÜF-Tag im Mui Ne Resort ab 35 €; Anschlusstransfer Nha Trang 148 €, Viersterne-Ana-Mandara-Resort, ÜF-Tag ab 78 €; zwei Wochen Flug Danang mit Viersterne-ÜF-Strandhotel Victoria Hoi An Resort (Gratis-Shuttle in die Museums-City) ab 1 799 € (bei Neckermann Reisen).
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