ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2003Arzneimittel: Mündige Patienten

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Arzneimittel: Mündige Patienten

Dtsch Arztebl 2003; 100(9): A-518 / B-442 / C-418

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LNSLNS Studie zum Medikamenten-Versandhandel über das Internet
Die Verbraucher haben eine differenzierte Einstellung zum Arzneimittel-Versandhandel über das Netz. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Markt- und Sozialforschung (IFAK), Taunusstein, unter 1 300 Internet-Nutzern. Zurzeit beziehen zwar nur wenige Patienten verschreibungspflichtige Medikamente über Versandapotheken, wie zum Beispiel Doc Morris aus den Niederlanden. Bei freiverkäuflichen Medikamenten sind es jedoch bereits 12 Prozent. Im Markt der apothekennahen Produkte liegt der Anteil bei Diätprodukten mit neun Prozent, bei Pflegemitteln mit 34 Prozent und bei Vitaminen mit 20 Prozent schon deutlich höher.
Rund die Hälfte der Befragten beurteilt den Online-Kauf kritisch. Bemängelt wird vor allem die fehlende Beratung. Drei Viertel der Befragten glauben, dass die Beratungsleistung der Apotheker vor Ort nicht durch Internet-Apotheken ersetzt werden kann. Circa 50 Prozent befürchten fehlende oder falsche Beratung und 40 Prozent eine andere Produktzusammensetzung.
Gleichzeitig sehen die Verbraucher auch politische Aspekte: So vermuten 80 Prozent, dass die Apotheker den Online-Versandhandel aus Furcht vor dem Verlust ihrer Monopolstellung ablehnen. 60 Prozent der Kunden glauben jedoch nicht, dass die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln durch den Internet-Handel gefährdet ist. Vielmehr erwarten 80 Prozent der Befragten positive Auswirkungen in Form von Kosteneinsparungen. Immerhin 90 Prozent sind der Ansicht, dass der mündige Patient selbst entscheiden soll, ob er für den Medikamentenkauf die Apotheke vor Ort vorzieht oder seine Medikamente per Mausklick bestellt.
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