ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2003Epidemiologische Anfängerfehler: Nicht logisch
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LNSLNS Lauterbach . . . bezeichnet öffentlichkeitswirksam die Qualität der in Deutschland angefertigten Mammographien als schlecht. Dies mit der Begründung, ihre Spezifität sei im Vergleich zu den Niederlanden zu niedrig: „Hunderttausend Brustoperationen, obwohl kein Krebs . . .“
Gleichzeitig schreibt er ausschließlich niederländischen Screening-Mammographien die Eigenschaft zu, das bekannte inverse Verhältnis von Spezifität und Sensitivität zu besitzen. Dies mit der Begründung, ihre Qualität sei „besser“, weil eben ihre Spezifität höher als die der deutschen sei. Dieses Qualitätsurteil ist nirgendwoher logisch abzuleiten, es ist vielmehr eine Festlegung, die man ökonomisch und politisch so wollen kann. Frauen, die sich einer Mammographie unterziehen, sehen dies freilich vollkommen anders. Jedenfalls ist Lauterbachs Ausführungen nicht zu entnehmen, warum nur die hochspezifische niederländische und nicht auch die deutsche Mammographie um ihre Sensitivität fürchten muss.
Peter Rapp, Schillerstraße 3,
79576 Weil am Rhein
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