ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2003Auswahl von Protonenpumpen-Inhibitoren: Nicht objektiv
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Es ist bemerkenswert, dass es möglich ist, im Deutschen Ärzteblatt solch tendenzielle Publikationen zu platzieren.
Ganz offensichtlich geht es den Autoren nicht um eine objektive Darstellung der (marginalen) Unterschiede der einzelnen Protonenpumpenhemmer, sondern vielmehr um eine Deklassierung von Pantoprazol bei gleichzeitiger Hervorhebung von Esomeprazol.
Rabeprazol und Lansoprazol finden nur am Rande Erwähnung, obwohl zum Beispiel bezüglich des Wirkungseintritts Lansoprazol dem Omeprazol überlegen ist (Thoring M et al., Scand J Gastroenterol 34; 1999: 341–345). Von den Originalpräparaten ist Rabeprazol am billigsten und außerdem gibt es eine Vielzahl preisgünstigerer Re-Importe und Omeprazol-Generika.
Wenn Pantoprazol bezüglich seines Nebenwirkungsprofils keine Vorteile gegenüber Omeprazol aufweist und Esomeprazol wirksamer ist als Omeprazol, heißt das noch lange nicht, dass Esomeprazol die insgesamt überlegene Substanz ist.
Unerwähnt geblieben ist nämlich, dass bisher in keiner Studie Pantoprazol und Esomeprazol direkt miteinander verglichen wurden. Diese Untersuchungen sind gerade erst angelaufen.
Insgesamt würde ich mir eine umfassendere und objektivere Darstellung zu den in den Überschriften versprochenen Themen wünschen.

Dr. med. Thomas Eisenbach
Franz-Kail-Straße 2
51375 Leverkusen-Schlebusch

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.