ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2003Bundeswehr: Passives Kriegsrisiko ist versichert

Versicherungen

Bundeswehr: Passives Kriegsrisiko ist versichert

Dtsch Arztebl 2003; 100(10): [43]

OHM

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Vor längeren Auslandsaufenthalten sollte der Versicherungsschutz überprüft werden. Foto: SAS
Vor längeren Auslandsaufenthalten sollte der Versicherungsschutz überprüft werden. Foto: SAS
Hubschrauberabsturz und Raketenunglück in Afghanistan, zahlreiche Unfälle in Ex-Jugoslawien – Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz leben gefährlich. Doch bei aktiver Teilnahme an Kriegseinsätzen zahlt die Lebensversicherung nicht.
Wehrpflichtige können mit einer Risikolebenspolice vorsorgen, die im Todesfall die vereinbarte Summe zahlt. Der Risikoschutz gilt auch außerhalb der Bundesrepublik und wenn der Soldat infolge von Kampfhandlungen ums Leben kommt. Dies nennt sich „passives Kriegsrisiko“. Es gilt allerdings die Einschränkung, dass der Soldat nicht aktiv in Kampfhandlungen verwickelt gewesen sein darf. Bei aktiver Teilnahme erhalten die Hinterbliebenen nur den Policen-Rückkaufswert (sofern vereinbart) oder gar nichts.
Wo genau die Grenze zwischen aktiver und passiver Kriegsteilnahme verläuft, darüber steht in den Versicherungsbedingungen nichts. Die Versicherer wollen jedoch im Einzelfall undogmatisch prüfen. Beruft sich die Gesellschaft auf die Kriegsausschlussklausel und zahlt deshalb nicht, muss der Staat einspringen, heißt es in einem Merkblatt des Bundesverteidigungsministeriums. Soldaten ohne Police haben diesen gesetzlich verbrieften Anspruch jedoch nicht. OHM
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