ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2003„Körperwelten“: Ausstellung findet statt

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„Körperwelten“: Ausstellung findet statt

Dtsch Arztebl 2003; 100(10): A-589 / B-505 / C-477

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Foto: dpa
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Bayerischer Verwaltungsgerichtshof hebt Verbot der Stadt München auf.

Die umstrittene „Körperwelten“-Ausstellung des Pathologen Gunther von Hagens darf jetzt doch in München gezeigt werden. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hob am 21. Februar ein Verbot der Stadt München in letzter Instanz auf, teilte ein Gerichtssprecher mit. Demnach konnte die Ausstellung am 22. Februar beginnen. Allerdings dürfen einzelne Exponate, die nach Ansicht der Richter das sittliche Empfinden der Betrachter verletzen, nicht gezeigt werden. Außerdem darf von Hagens außer rein didaktischem Material wie Ausstellungskatalogen und -videos keine „Körperwelten“-Artikel verkaufen.
Im Gegensatz zur Stadt München und dem
Verwaltungsgericht sahen die Richter des Verwaltungsgerichtshofs nach Angaben des Sprechers durch die Ausstellung nicht die Menschenwürde und das sittliche Empfinden beeinträchtigt. Bis auf einzelne Ausstellungsstücke wie „Scheuendes Pferd mit Reiter“ seien die „Körperwelten“ mit der im Grundgesetz verankerten wissenschaftlichen Freiheit gedeckt. Die Stadt München hatte die Ausstellung Anfang Februar verboten.
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