ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2003Spendenaufruf: Ich begrüße diesen Aufruf
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LNSLNS Sind wir in Deutschland wieder so weit, dass schamlos und öffentlich und sogar im DÄ die Verbrechen der Nazis geleugnet werden dürfen? Dass die Kenntnis, dass Einzelne ein weniger schreckliches Schicksal hatten als die Masse der Fremdarbeiter, dazu berechtigt, zu behaupten, Fremdarbeiter sei ein glücklicheres Schicksal gewesen, als in der DDR oder einem anderen Ostblockland leben zu müssen? Ist es erlaubt, neben all dem Entsetzlichen auch noch Hohn über die Opfer auszugießen?
Ja, ich bin betroffen, ich bin in den Augen dieses Leserbriefschreibers ja wohl sogar irrsinnig, aber wenn das die einzige Möglichkeit ist, mich von diesem Mann abzusetzen, werde ich den Titel „Irre“ gerne tragen.
Ich nehme an, Herr Dr. Pillhatsch kennt auch jede Menge glücklicher Überlebender von Auschwitz, die sich nach den Zeiten, in denen sie meistens ein Dach über dem Kopf, geregelte Mahlzeiten und anständige Arbeit hatten, zurücksehnen. Allerdings hatten sie keine „Freifahrtscheine nach Hause“, aber dafür welche ins Jenseits (die die Angehörigen oftmals auch noch bezahlen mussten), aber das zeigt doch nur die große Güte der Nazis, die ihnen dadurch das Leben von „Jahrzehnten kommunistischer Herrschaft“ ersparten.
PS: Und hat es keine einzige positive Zuschrift zu der Aufforderung des BÄK-Präsidenten gegeben? Dann sage ich jetzt, ich begrüße diesen Aufruf, auch wenn ich mich nicht verantwortlich fühle, ich fühlte mich auch nicht für das Elbhochwasser verantwortlich. Hat Herr Pillhatsch in dem Zusammenhang auch von „Betroffenheitsirrsinn“ gesprochen?
Dr. Elisabeth-Christine Heun, Rahlstedter Straße 29, 19057 Schwerin
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