ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2003Großes Interesse an Selbstbehalt-Tarifen

POLITIK

Großes Interesse an Selbstbehalt-Tarifen

PP 2, Ausgabe März 2003, Seite 111

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LNSLNS Als erste gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung hat die Techniker Krankenkasse (TK) zum Jahresbeginn einen Selbstbehalt-Tarif eingeführt und damit bei ihren Versicherten offenbar hohen Zuspruch gefunden. Nach eigenen Angaben haben bei der TK bereits rund 5 000 Versicherte einen Selbstbehalt-Vertrag unterzeichnet. Freiwillig Versicherten gibt dieser Tarif die Möglichkeit, sich am Jahresanfang 240 Euro auszahlen zu lassen. Für den Fall, dass im Laufe des Jahres Arztbesuche notwendig sind, zahlt der Versicherte jeweils 20 Euro an die Kasse zurück. Dabei bleiben Vorsorgeuntersuchungen zuzahlungsfrei. Wer also das ganze Jahr nicht zum Arzt geht, spart 240 Euro, wer einmal im Monat einen Arzt aufsucht, hat nichts gewonnen. Die Höchstgrenze der jährlichen Zuzahlung ist auf 300 Euro im Jahr festgelegt. Auf diese Weise will die TK die Abwanderung freiwillig Versicherter in die private Kran­ken­ver­siche­rung, die solche Tarifmodelle anbietet, verhindern. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt hat nach anfänglichem Zögern das Modellprojekt unter Auflagen gestattet. Demnach dürfen nur freiwillig Versicherte einen Selbstbehalt-Tarif wählen. Neue Kassenmitglieder müssen sich ein Jahr gedulden, bevor sie die Wahlmöglichkeit nutzen dürfen. DR
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