ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPraxis Computer 1/2003Identitätsdiebstahl: Sensible Daten in falschen Händen

Supplement: Praxis Computer

Identitätsdiebstahl: Sensible Daten in falschen Händen

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Bei Identitätsdiebstahl handelt es sich um eine der am schnellsten wachsenden kriminellen Techniken weltweit. In den USA gehen Experten von 500 000 bis zu einer Million „Identitätsübernahmen“ aus. Unberechtigte benutzen dabei fremde Daten, wie Sozialversicherungs- oder Kreditkartennummern, um Kontoeröffnungen, Käufe und andere Aktionen in fremdem Namen durchzuführen. Das Sammeln personenbezogener, sensibler Daten über das Internet und über Datenbanken bieten professionelle Informationsagenten sogar gegen Entgelt als Dienstleistung an. Was passieren kann, wenn nicht nur Daten einzelner Personen, sondern zentrale elektronische Datensammlungen in falsche Hände geraten, ist leicht vorstellbar. In den USA haben Unbekannte Mitte Dezember 2002 in einem Büro des Versicherungsunternehmens TriWest Healthcare Alliance eingebrochen und zusammen mit der Hardware auch die Gesundheitsdaten von 500 000 Angehörigen des US-Militärs und deren Familien entwendet – sehr vertrauliche Angaben einschließlich Namen, Adressen und Sozialversicherungsnummern, alles per EDV aufbereitet. Offenbar sind die Daten nicht besonders gut geschützt und verschlüsselt, denn das Unternehmen hat in einem Aufruf im Internet (www.triwest.com/announcement) eine Belohung von 100 000 US-Dollar für die Ergreifung der Täter ausgesetzt, weil es Identitätsdiebstahl in großem Umfang befürchtet. Der immer noch ungeklärte Fall zeigt eindringlich, dass die Erfassung und zentrale Speicherung großer sensibler Datenbestände höchst problematisch ist. Heike E. Krüger-Brand
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