ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2003MedWell AG: DKV übernimmt Ruder

VARIA: Wirtschaft

MedWell AG: DKV übernimmt Ruder

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): A-725 / B-613 / C-577

Flintrop, Jens

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Lothar Krimmel Foto: Johannes Aevermann
Lothar Krimmel Foto: Johannes Aevermann
Dr. med. Lothar Krimmel ist nicht mehr Vorstand der „Gesundheits-AG“.

Nach fünf Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit und Etablierung des Konzepts der Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) ist der bisherige Vorstand der MedWell AG, Dr. Lothar Krimmel, in den Aufsichtsrat des Unternehmens berufen worden“, heißt es in einer Pressemitteilung der MedWell AG, Köln. „Wir sind mit der Entwicklung in den letzten zwei Jahren nicht zufrieden gewesen“, sagte hingegen Günter Dibbern, Vorstandsmitglied der Deutschen Kran­ken­ver­siche­rung AG (DKV), Köln, bei der Bilanzpressekonferenz des Marktführers unter den privaten Kran­ken­ver­siche­rungen.
Fakt ist, dass die DKV ihre Beteiligung an MedWell erhöht hat – auf welche Höhe, darüber wird geschwiegen. Darüber hinaus haben mit Dr. Elmar Terhorst und Carsten Bischoff zwei DKV-Gesandte die gemeinsame Vorstandsverantwortung für die operativen Geschäfte des Unternehmens übernommen. Neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Dibbern. Er löst Dr. Andreas Madaus ab.
Der frühere stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Krimmel, zog eine positive Bilanz seiner Tätigkeit als Vorstand. In dieser Zeit habe MedWell die Grundlagen des „Zweiten Gesundheitsmarktes“ in Politik und Praxis gefestigt. Mit dem MedWell-Qualitätsverbund sei ein Netz von mehr als 600 privatmedizinisch orientierten Ärzten aufgebaut worden. Der von MedWell gemeinsam mit der DKV entwickelte Präventionstarif Optimed habe sich mit rund 10 000 Versicherten erfolgreich im Markt etabliert. Die DKV hatte offenbar andere Erwartungen: Angepeilt seien 50 000 Optimed-Vertragsabschlüsse nach zwei Jahren gewesen, betonte Dibbern. Vorrangiges Ziel des neuen Vorstands müsse es deshalb sein, bestehende Vermarktungsdefizite auszugleichen. Zudem sehe er Verbesserungspotenziale, was den bürokratischen Aufwand für den Arzt angehe. Jens Flintrop
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