ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2003Irak: Unicef verstärkt Hilfe vor Ort

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Irak: Unicef verstärkt Hilfe vor Ort

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): A-660 / B-564 / C-532

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Die Kinder werden im Al-Alwiyah-Krankenhaus in Bagdad behandelt. Foto: Unicef
Die Kinder werden im Al-Alwiyah-Krankenhaus in Bagdad behandelt. Foto: Unicef
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen warnt vor einem Krieg.
Was auch immer in den kommenden Wochen im Irak geschieht: Schutz und Hilfe für die Kinder müssen im Mittelpunkt stehen.“ Dies erklärte in der vergangenen Woche Reinhard Schlagintweit, Vorsitzender von Unicef Deutschland, in Berlin. Das Kinderhilfswerk hat sein Engagement weiter verstärkt. Ende Februar wurden vier Millionen Heranwachsende im Irak gegen Kinderlähmung geimpft. Demnächst sollen 500 000 einen Impfschutz gegen Masern erhalten. Zusätzlich wurden allein im Süden und im Zentrum des Landes Basismedikamente für Kinder gelagert. Außerdem erhielten Kinderkrankenhäuser und ähnliche Einrichtungen große Mengen hochproteinhaltiger Kekse und Spezialmilch. Weitere Nahrung lagert in den Nachbarländern Iran und Jordanien.
Im Irak erhält nahezu jedes vierte Kind nicht genug Nahrung, um sich normal zu entwickeln. Unzureichende Ernährung und verseuchtes Wasser führen dazu, dass die Kindersterblichkeit heute zweieinhalbmal so hoch ist wie Ende der 80er-Jahre. Damals starben im Irak 56 von 1 000 Kindern, heute sind es 131.
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