ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2003Ärztemangel: Offene Stellen bei der Charité

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Ärztemangel: Offene Stellen bei der Charité

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): A-660 / B-564 / C-532

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An dem Berliner Universitätsklinikum sind 50 Arztstellen unbesetzt. Foto: Charité
An dem Berliner Universitätsklinikum sind 50 Arztstellen unbesetzt. Foto: Charité
Dekan will Arbeitsbelastung verringern.
Der Ärztemangel hat auch das Universitätsklinikum Charité erreicht: Dort sind zurzeit 50 Stellen unbesetzt. „Es fehlt neuerdings an Bewerbern mit geeigneter Qualifikation“, begründete Dekan Prof. Dr. Joachim Dudenhausen die Vakanzen.
Den Schwund an Top-Kandidaten bestätigt auch eine Umfrage unter den Chefärzten der Charité. Danach stellten die meisten einen deutlichen Rückgang an Bewerbungen pro Stellenausschreibung fest. Gleichzeitig wurden starke Defizite bei der Eignung der Bewerber beklagt. Die meisten Abteilungen prognostizieren, dass sich der Mangel an qualifizierten Ärzten noch verschärfen werde.
„Die Arbeitsbedingungen in Universitätskliniken werden vom Nachwuchs offenbar als schlecht und unattraktiv empfunden“, sagte Dudenhausen. Hochschulmedizin bedeute aus Sicht der heutigen Berufseinsteiger viel Arbeit mit Schicht- und Nachtdienst, hierarchische Entscheidungsstrukturen und relativ geringen Lohn. Hinzu komme: Die Perspektive, für diese harten Jahre später mit lukrativen Chefarztverträgen oder einträglichen Praxen belohnt zu werden, falle zunehmend weg. Um die Attraktivität der Universitätskliniken zu verbessern, müsse die Arbeitsbelastung verringert werden, so der Dekan. Die nachrückenden Generationen akzeptierten einen geringeren Verdienst, wenn genügend Zeit für Familie und Hobbys bleibe.
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