ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2003CeBIT 2003: Mini-Computer und Fun-Kameras

VARIA: Technik

CeBIT 2003: Mini-Computer und Fun-Kameras

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): A-724 / C-576

Bantle, Frank

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Das neue Mini-Handy Xelibri von Siemens soll wie Swatch-Uhren als Spaß-Produkt vermarktet werden.
Das neue Mini-Handy Xelibri von Siemens soll wie Swatch-Uhren als Spaß-Produkt vermarktet werden.
Mobile Kommunikation im Focus

Der Megatrend der CeBIT, Hannover, heißt mobile Kommunikation. Notebooks und Personal Digital Assistants (PDAs) stehen im Mittelpunkt. Die Mini-Computer erlauben dem Anwender, abseits des Schreibtisches zu arbeiten. Ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit der neuen Generation ist das Notebook „Think Pad T40“ von IBM, das auf der Messe erstmals präsentiert wird. Es wiegt 2,4 Kilogramm und ist wahlweise mit einer 30, 40 oder 80 Gigabyte-Festplatte ausgestattet. Die Optionen für eine komplette Firmennetz-Integration sind vorhanden. Ein weiterer Trend sind die so genannten Tablet-PCs. Sie sind kaum größer als ein DIN-A4-Blatt, sehr dünn und robust (beispielsweise verfügen sie über Spritzwasser-Schutz). Sie können mithilfe eines Stifts bedient werden. Das Gerät speichert die handschriftlichen Aufzeichnungen und lässt sich über Modem an die bestehende IT-Infrastruktur ankoppeln. Angesichts dieser Leistungsmerkmale haben auch die PDA-Hersteller nachgerüstet: So bietet zum Beispiel Hewlett-Packard mit dem „iPAQ Pocket PC H 5400“ einen kleinen Helfer an, dessen Display auch im Sonnenlicht optimal erfasst werden kann und der einen Zugriffschutz durch den biometrischen Fingerabdruck am Gerät gewährleistet. Andere Geräte können sogar als Diktiergerät und MP3-Player eingesetzt werden.
Neben den „Spielereien“ bieten alle drei mobilen Rechnertypen die Möglichkeit, Geschäftsabläufe zu beschleunigen. Wer unterwegs ist oder mobil sein möchte, wickelt mit Notebook, Tablet-PC und PDA seine Adressverwaltung und Textverarbeitung ab, verwaltet Termine und buchhalterische Aufstellungen, kommuniziert via E-Mail mit Kollegen und Partnern oder klinkt sich schnell zu Recherchen ins Internet ein. Tablet-PCs und PDAs ersetzen darüber hinaus bei Meetings das traditionelle Protokollieren auf Papier.
Das IBM-Notebook „Think Pad T40“ ist aufgrund des geringen Gewichtes von 2,4 Kilogramm ein Begleiter für unterwegs. Werkfotos
Das IBM-Notebook „Think Pad T40“ ist aufgrund des geringen Gewichtes von 2,4 Kilogramm ein Begleiter für unterwegs. Werkfotos
Eine Innovation bei den neuen PDAs ist zweifelsohne die Spracherkennung, mit denen ein Rechner auch in geräuschvoller Umgebung gesteuert werden kann. Der Anbieter Novotech (Allensbach) hat hierfür die Sprach-Software GPMSC entwickelt. Sie bietet eine Einzelwort- oder Schlüsselwort-Erkennung, erlaubt Spracheingabe auf Distanz und ohne Headset, per Funk- oder IR-Mikrofon für alle Hauptfremdsprachen.
Ein weiterer Renner auf der diesjährigen CeBIT sind die digitalen Kameras. Die Anbieter zeigen erstmals konzentriert in Halle 1 digitale Foto- und Videokameras, Camcorder, Spezialkameras und Equipment. Der Markt hält heute Digitalkameras von 0,3 bis 7 Megapixel im Kompakt-Kamerasegment und bis zu 14 Megapixel bei Spiegelreflex-Kameras bereit. Trend: Die Modelle mit bis zu 3 Megapixel werden als „Fun-Kameras“ angeboten – einfach zu bedienen und verpackt als „Miniatur-Modelle“ oder Designerstücke. Bei vielen Ausführungen ist ein MP3-Player dabei. Genauso variantenreich wie die Hülle ist auch die Ausstattung. Hier gibt es von der reinen „Knips-Kamera“ mit Fixfokus-Objektiv bis zur Ultrazoom-Kamera mit 10fach-Zoom und der Panorama-Kamera die ganze Bandbreite zu entdecken. Parallel ist auch bei den Speichermedien die Technik in den letzten Jahren vorangeschritten. Während im Moment noch die flexible SmartMedia- und die stärkere CompactFlash-Karte sowie der Sony Memory Stick gängig sind, werden auf der CeBIT 2003 kleine Kamera-Modelle gezeigt, die mit der bereits bekannten Secure-Digital-Speicherkarte (SD) ausgestattet sind.
Schneller Fotoabzüge
Der Aussteller E-book-Systems (Lorsch) präsentiert in Hannover eine Photo-CD, mit der Bilder automatisch gebrannt und Abzüge bestellt werden können. Die „Flip Album Photo CD-R“ wird in den CD-Brenner gelegt, das integrierte Programm brennt die Bilder direkt. Die Fotos lassen sich themenbezogen archivieren, in einem virtuellen Album jederzeit betrachten, ausdrucken oder zurück auf der Festplatte speichern. Clou ist aber der integrierte Bestelldialog. So lassen sich die Dateien bestimmen, die als Abzüge entwickelt werden sollen. Dabei wird gleich Größe und Anzahl festgelegt. Und damit es keine Enttäuschungen gibt, prüft das Programm, ob die Datei die für das gewünschte Fotomaß notwendige Auflösung besitzt. Die CD speichert bis zu 120 Fotos, ein Bestellformular wird als Datei mit auf die CD gebrannt. Anschließend geht die CD zum Fotohändler. Frank Bantle
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