ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2003Manisch-Depressive: Unzureichend versorgt

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Manisch-Depressive: Unzureichend versorgt

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): A-661 / B-565 / C-533

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Weißbuch klärt über bipolare Störungen auf.
Schätzungsweise vier Millionen Menschen in Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS), Hamburg, manisch-depressiv, leiden also an einer bipolaren Störung. Nach dem Report 2000 der Welt­gesund­heits­organi­sation gehören bipolare Störungen zu den zehn Erkrankungen, die weltweit am häufigsten zu einer dauerhaften Behinderung führen. Der hohen Prävalenz stehe „eine völlig unzureichende Versorgungssituation“ gegenüber, beklagt die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen. Bei weniger als der Hälfte der Erkrankten werde jemals eine korrekte Diagnose gestellt und wenn, vergingen im Durchschnitt zehn Jahre zwischen Ausbruch der Krankheit und Beginn einer angemessenen Therapie. Um die Versorgung zu verbessern und in Fachkreisen, Gesundheitspolitik und Öffentlichkeit die Diskussion anzuregen, hat die DGBS ein „Weißbuch“ herausgegeben. 14 Expertengruppen dokumentieren darin den Stand des Wissens in Versorgung, Forschung, Therapie und Sozioökonomie und analysieren Defizite. So fehlen beispielsweise im Vergleich zu anderen europäischen Ländern Selbsthilfeangebote für manisch-depressiv Erkrankte.
Das Inhaltsverzeichnis des „Weißbuchs für Bipolare Störungen in Deutschland“ ist im Internet unter www.dgbs. de einzusehen und kann von dort auch über einen Link bezogen werden. Im Buchhandel ist es für 14 Euro erhältlich.
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